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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Description  de  l’Afrique.

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halten  Palmen  und  Quellen,  doch  sind  sie  öde  und  unbewohnt.  Man
sagt  sogar,  dass  man  dort  nichts  anderes  höre  als  das  Pfeifen  der
Dschinnen.  Ich  bezweifle  nicht,  spricht  unser  Autor,  dass  diese  Orte
ehemals  bewohnt  waren.  Dort  häufen  sich  die  Datteln  unter  den
Palmen  zu  Hügeln  an,  und  es  geniesst  sie  Niemand  als  die  Vögel  und
die  wilden  Thiere.  Manchmal  sammeln  die  Menschen  dieselben  auf
flüchtigen  Reisen  ein,  und  zur  Zeit  der  Noth.  Einer,  der  dieses  gesehen ­
  hat,  sagt:  Wir  sind  überzeugt,  dass  der  Stamm  Selim,  welcher
in  der  Wüste  von  Tripolis  vereinzelt  (von  allen  übrigen  Menschen)
wohnt,  die  Datteln  dieser  Orter  sammelt,  denn  davon  leben  sie;
nach  diesen  Örtern  flüchten  sie  sich,  wenn  ihnen  nachgesetzt  wird,
und  daselbst  verbergen  sie  sich.  Dies  habe  ich  gehört,  bevor  ich
durch  die  Gnade  Gottes,  der  geloht  und  gepriesen  sei,  im  Stande
war,  euch  selbst  davon  zu  überzeugen  *).
Hiemit  ist  die  zweite  Abtheilung  des  Werkes,  welche  die  Städte,
das  Innere  und  die  Wüste  behandelt,  abgeschlossen,  die  nächstfolgende ­
  führt  den  Titel:  Beschreibung  des  Beläd-el-Dscherid,  d.  i.
Land  der  Palmreiser,  welcher  Name  in  den  meisten  geographischen
Werken  in  Bileduldscherid  verstümmelt  und  nicht  ganz  richtig:
„Dattelland”  übersetzt  worden  ist.
Unser  Autor  gibt  auch  die  Erklärung  dieses  Namens  auf  ähnliche
Weise  und  sagt:  Beläd-el-Dscherfd  nannte  man  dieses  Land  wegen
der  Menge  der  Palmen,  die  es  besitzt;  es  enthält  dieses  Gebiet  viele
Städte  und  weite  Landstriche,  so  wie  ununterbrochen  an  einander
gränzende  Ortschaften,  die  reich  an  allen  Dingen  sind,  vorzüglich  an
Datteln,  Oliven  und  Obst  und  allen  anderen  Lebensgütern.  Es  ist
dieses  Land  das  letzte  der  eigentlichen  (Provinz)  Afrika  am  Rande
des.  Sahara  (d.  i.  Salirä)  und  enthält  strömende  Wasser  und  Flüsse,
so  wie  viele  Quellen.  Es  beginnt  dieses  Gebiet  beim  Gestade  von
Käbes,  welcher  Stadt  unter  den  Seestädten  Erwähnung  gethan  wurde.
Diese  Abtheilung  des  Werkes  ist  die  an  neuen  Daten  reichste;
wir  schreiten  vorerst  zur  Aufzählung  der  angeführten  Städte  und
werden  dann  mehrere  der  interessantesten  Artikel  ausführlicher  besprechen. ­


1 )  Wir  bemerken  hier  nur  noch,  dass  im  Texte  Pag.  32  erste  Zeile  von  oben  die
>
beibehaltene  Form  ejisy  vulgär  statt  cjuo  ist.
            
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