Description de l’Afrique.
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halten Palmen und Quellen, doch sind sie öde und unbewohnt. Man
sagt sogar, dass man dort nichts anderes höre als das Pfeifen der
Dschinnen. Ich bezweifle nicht, spricht unser Autor, dass diese Orte
ehemals bewohnt waren. Dort häufen sich die Datteln unter den
Palmen zu Hügeln an, und es geniesst sie Niemand als die Vögel und
die wilden Thiere. Manchmal sammeln die Menschen dieselben auf
flüchtigen Reisen ein, und zur Zeit der Noth. Einer, der dieses gesehen
hat, sagt: Wir sind überzeugt, dass der Stamm Selim, welcher
in der Wüste von Tripolis vereinzelt (von allen übrigen Menschen)
wohnt, die Datteln dieser Orter sammelt, denn davon leben sie;
nach diesen Örtern flüchten sie sich, wenn ihnen nachgesetzt wird,
und daselbst verbergen sie sich. Dies habe ich gehört, bevor ich
durch die Gnade Gottes, der geloht und gepriesen sei, im Stande
war, euch selbst davon zu überzeugen *).
Hiemit ist die zweite Abtheilung des Werkes, welche die Städte,
das Innere und die Wüste behandelt, abgeschlossen, die nächstfolgende
führt den Titel: Beschreibung des Beläd-el-Dscherid, d. i.
Land der Palmreiser, welcher Name in den meisten geographischen
Werken in Bileduldscherid verstümmelt und nicht ganz richtig:
„Dattelland” übersetzt worden ist.
Unser Autor gibt auch die Erklärung dieses Namens auf ähnliche
Weise und sagt: Beläd-el-Dscherfd nannte man dieses Land wegen
der Menge der Palmen, die es besitzt; es enthält dieses Gebiet viele
Städte und weite Landstriche, so wie ununterbrochen an einander
gränzende Ortschaften, die reich an allen Dingen sind, vorzüglich an
Datteln, Oliven und Obst und allen anderen Lebensgütern. Es ist
dieses Land das letzte der eigentlichen (Provinz) Afrika am Rande
des. Sahara (d. i. Salirä) und enthält strömende Wasser und Flüsse,
so wie viele Quellen. Es beginnt dieses Gebiet beim Gestade von
Käbes, welcher Stadt unter den Seestädten Erwähnung gethan wurde.
Diese Abtheilung des Werkes ist die an neuen Daten reichste;
wir schreiten vorerst zur Aufzählung der angeführten Städte und
werden dann mehrere der interessantesten Artikel ausführlicher besprechen.
1 ) Wir bemerken hier nur noch, dass im Texte Pag. 32 erste Zeile von oben die
>
beibehaltene Form ejisy vulgär statt cjuo ist.