Description del’Afrique.
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die sich (ihre Gesichter) verschleiern nach der Sitte der Berbern
der Wüsten vom Stamme Lemtüne und Mesufe und anderen Stämmen.
Der nun folgende, sehr wichtige, wenn auch im Wesentlichen
nur zu kurze Artikel über die Oasen fehlt in Quatremere’s Auszügen,
ebenso wie in Edrisi’s Werk, wo ich ihn vergeblich suchte.
Das Land der Oasen (owyi) ist ein weites Gebiet in der
(grossen) Wüste, die sich zwischen dem eigentlichen Africa (Africa
propria) und Ägypten ausbreitet. Wäre nicht diese Wüste von
Wasser entblösst, so würde der Weg aus Africa 4 ) nach Ägypten über
die Oasen der nächste sein.
Nach den Oasen reiset man durch die Städte Audschela, Sula 2 )
und andere, die in der Wüste liegen, welche sich hinter Tripolis (und
den Ländern der Römer) ausbreitet.
Die Oasen sind reich an Datteln und Palmen und enthalten viele
umwallte und offene Städte, und jede Stadt hat einen Namen, der
mit dem Worte Wäh, d. i. Oase .ausgeht, wie z. B. Ersis-el-Wäh,
Tennis-el-Wäh, Wäh-el-Charidsch und Wäh-Dabr; alle haben solche
Namen und ihre Bewohner sind Muslimen; sie sind die äussersten
Lande des Isläm’s, und von ihnen bis nach Nubien sind sechs Tagreisen.
In einigen Städten der Oasen wohnen Stämme von Lewäta, die
nicht arabischer Abstammung sind. Am fernsten Ende des Landes
der Oasen soll ein Land sein, das Wäh-Dabr genannt wird; Niemand
gelangt dahin, ausser dann und wann wer sich in der Wüste verirrt.
Es soll dieses ein grosses Land sein, reich an Datteln und Saaten,
allen Früchten und Goldbergwerken, so dass es das gesegnetste Land
der Erde ist.
Wer zu den Bewohnern dieses Landes käme, lebe bei ihnen in
Fülle und Überfluss, und wenn man ihn in sein Land zurücksenden
wolle, sehne er sich nach ihnen und er könnte nicht hei den Seinen
verweilen und reise so schnell zu ihnen zurück, als er im Stande sei.
1 ) Unter Afrikije verstehen die Araber nicht den ganzen Weltlheil, sondern nur
eben wie die Römer den Theil, der die heutigen Regentschaften von Tripolis,
Tunis und ein Stück der französischen Colonie Algier umfasst. Siehe Ln Geograpliie
(VEdrisi traduite par Jaubert /, Pag. 5, im Recueil de Voyages et
de Mcmoires, publie par la Societe de Geographie T. V.
2 ) Vergleiche Quatremere, der Pag. 640 J.**j schreibt.
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