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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Description  del’Afrique.

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die  sich  (ihre  Gesichter)  verschleiern  nach  der  Sitte  der  Berbern
der  Wüsten  vom  Stamme  Lemtüne  und  Mesufe  und  anderen  Stämmen.
Der  nun  folgende,  sehr  wichtige,  wenn  auch  im  Wesentlichen
nur  zu  kurze  Artikel  über  die  Oasen  fehlt  in  Quatremere’s  Auszügen,
ebenso  wie  in  Edrisi’s  Werk,  wo  ich  ihn  vergeblich  suchte.
Das  Land  der  Oasen  (owyi)  ist  ein  weites  Gebiet  in  der
(grossen)  Wüste,  die  sich  zwischen  dem  eigentlichen  Africa  (Africa
propria)  und  Ägypten  ausbreitet.  Wäre  nicht  diese  Wüste  von
Wasser  entblösst,  so  würde  der  Weg  aus  Africa  4 )  nach  Ägypten  über
die  Oasen  der  nächste  sein.
Nach  den  Oasen  reiset  man  durch  die  Städte  Audschela,  Sula 2 )
und  andere,  die  in  der  Wüste  liegen,  welche  sich  hinter  Tripolis  (und
den  Ländern  der  Römer)  ausbreitet.
Die  Oasen  sind  reich  an  Datteln  und  Palmen  und  enthalten  viele
umwallte  und  offene  Städte,  und  jede  Stadt  hat  einen  Namen,  der
mit  dem  Worte  Wäh,  d.  i.  Oase  .ausgeht,  wie  z.  B.  Ersis-el-Wäh,
Tennis-el-Wäh,  Wäh-el-Charidsch  und  Wäh-Dabr;  alle  haben  solche
Namen  und  ihre  Bewohner  sind  Muslimen;  sie  sind  die  äussersten
Lande  des  Isläm’s,  und  von  ihnen  bis  nach  Nubien  sind  sechs  Tagreisen. ­

In  einigen  Städten  der  Oasen  wohnen  Stämme  von  Lewäta,  die
nicht  arabischer  Abstammung  sind.  Am  fernsten  Ende  des  Landes
der  Oasen  soll  ein  Land  sein,  das  Wäh-Dabr  genannt  wird;  Niemand
gelangt  dahin,  ausser  dann  und  wann  wer  sich  in  der  Wüste  verirrt.
Es  soll  dieses  ein  grosses  Land  sein,  reich  an  Datteln  und  Saaten,
allen  Früchten  und  Goldbergwerken,  so  dass  es  das  gesegnetste  Land
der  Erde  ist.
Wer  zu  den  Bewohnern  dieses  Landes  käme,  lebe  bei  ihnen  in
Fülle  und  Überfluss,  und  wenn  man  ihn  in  sein  Land  zurücksenden
wolle,  sehne  er  sich  nach  ihnen  und  er  könnte  nicht  hei  den  Seinen
verweilen  und  reise  so  schnell  zu  ihnen  zurück,  als  er  im  Stande  sei.

1 )  Unter  Afrikije  verstehen  die  Araber  nicht  den  ganzen  Weltlheil,  sondern  nur
eben  wie  die  Römer  den  Theil,  der  die  heutigen  Regentschaften  von  Tripolis,
Tunis  und  ein  Stück  der  französischen  Colonie  Algier  umfasst.  Siehe  Ln  Geograpliie
  (VEdrisi  traduite  par  Jaubert  /,  Pag.  5,  im  Recueil  de  Voyages  et
de  Mcmoires,  publie  par  la  Societe  de  Geographie  T.  V.
2 )  Vergleiche  Quatremere,  der  Pag.  640  J.**j  schreibt.

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