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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Description  de  1’  Afrique.

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das  Versprechen  verletzen  sehen  und  wollen  nichts  weiter  mit  euch
zu  thun  haben.
In  dem  von  dem  verdienstvollen  Orientalisten  und  Forscher  spanischer ­
  Geschichte  herausgegebenen  Geschichtswerke:  el-Bejän-el-Mughrib-fi-Aclibär-il-Maghrib
  finden  wir  im  zweiten  Bande  S.  240
einen  längeren  die  Geschichte  der  Stadt  Asila  behandelnden  Artikel,
der  im  Wesentlichen  mit  dem  eben  angeführten  übereinstimmt  und
nur  hinzufügt,  dass  der  Vorfall  zwischen  den  Franken  und  den  Berbern, ­
  den  wir  oben  erzählten,  aus  dem  Werke:  el-Memälik-wel-Mesalik
  von  Mohammed  Ihn  Jusuf-el-Kurawi  entnommen  sei.
Der  nächste  Abschnitt  des  Werkes  behandelt  nun  die  Städte,
welche  im  Innern  des  Landes  und  in  der  Nähe  der  Wüste  liegen.  Es
enthält  dieser  Abschnitt  folgende  Städte:  Muna,  Barka,  Adschdänije
(ist  richtiger  Adschdäbije  zu  lesen),  Serüs,  Ghudames,  Zawite.  Hiemit
  scliliesst  der  Abschnitt  über  die  Städte  des  Innern  und  der
nächstfolgende  höchst  beachtenswerthe  Abschnitt  ist  den  Oasen  der
grossen  Sahrä  (falsch  Sahara)  gewidmet.  Bevor  ich  jedoch  zur
näheren  Anzeige  dieses  Abschnittes  übergehe,  muss  ich  das  in  dem
Artikel  der  Stadt  Serüs  über  die  in  dem  Gebirge  in  der  Nähe  der
Stadt  wohnenden  Völkerschaften  und/  ihre  Beligionssecten  Gesagte
hervorheben.
Die  Stadt  Serüs  ‘),  heisst  es  hierin,  ist  eine  grosse,  herrliche,
alte  Stadt,  die  einige  Alterthümer  enthält.  Sie  ist  in  der  Gewalt  von
Charidschiten  (Häretikern),  desswegen  ist  keine  Moschee  in  derselben
und  nicht  in  dem  umliegenden  Gebiete,  ln  dem  Districte  der  Stadt
sollen  mehr  als  dreihundert  Dörfer  liegen,  deren  Bewohner  nach  ihrer
Secte  den  Freitag  nicht  feiern.  Überhaupt  wohnen  in  diesem  Gebirge
viele  Völkerschaften,  die  verschiedenen  Secten  folgen;  die  meisten
sind  Charidschiten,  sie  haben  keinen  Emir,  nach  dessen  Befehlen  sie
sich  richten,  sondern  bloss  rechtsgelehrte  Scheiche,  die  ihrer  Glaubenslehren ­
  kundig  sind,  denen  sie  gehorchen.  Ihre  Secte  zeichnet
sich  durch  eine  grosse  Nachlässigkeit  (in  der  Beobachtung  der  Religionsptlichten)
  aus.  Es  erzählte  mir  ein  glaubwürdiger  Mann  Folgendes: ­
  Ich  sah  einen  Mann,  der  in  ihr  Land  eine  Reise  unternommen
hatte;  da  erblickte  er  (eines  Tages)  einen  Mann,  der  sich  reinigen

1 )  Jaubert  und  Quatremere  schreiben
            
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