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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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v.  Kr  einer.

wohlriechender,  duftender  Pflanzen  ohne  Dornen.  Es  sind  diese
Inseln  zerstreut  im  Meere,  nicht  fern  von  der  westlichen  Küste  des
Landes  der  Berbern.  So  berichten  die  Bewohner  der  Küste  von
Maghrib,  und  ich  selbst  sah  Jemanden,  der  sie  aufzusuchen  versucht
hatte.
Die  Stadt  Tandscha  hat  einen  grossen  Fluss,  der  für  Seeschiffe
befahrbar  ist;  er  strömt  von  den  Gebirgen  Tandscha’s  ins  Meer  und
es  münden  in  denselben  Giessbäche,  die  oftmals  von  der  Stadt  Häuser
fortschwemmen.
In  der  Abtheilung  des  Werkes,  welche  die  Küstenstädte  behandelt, ­
  folgen  nun  noch  die  Städte  Asila,  Teschümes  und  Sela,  womit
die  Beihe  der  Küstenstädte  abgeschlossen  ist.
Die  nächste  Abtheilung  enthält  die  Schilderung  der  Städte,  die
im  Innern  des  Landes  in  der  Nähe  der  Wüste  liegen.  Bevor  wir
aber  diese  besprechen,  wollen  wir  die  interessanten  Angaben  unseres
Geographen  über  die  Stadt  Asila  mittheilen,  indem  hiedurch  auch  die
mageren  Angaben  'Obeid-Allah-el-Bekri’s  mit  neuen  Bemerkungen  bereichert ­
  werden.
Asila  war  eine  grosse  mächtige  Stadt,  reich  bevölkert  und  ergiebig ­
  an  allen  Lebensbedürfnissen,  ihr  Hafen'  war  sehr  besucht.  Die
Ursache  ihrer  Verwüstung  waren  die  Franken  Denn  wenn
diese  ins  Meer  segelten,  so  war  der  erste  Ort,  auf  den  sie  stiessen,
Asila,  sie  stiegen  in  ihren  Hafen  ab  und  verwüsteten  von  ihr  so  viel
sie  konnten.  Da  versammelten  sich  die  Berbern,  um  sie  zu  bekämpfen,
doch  jene  sagten  :  Wir  kommen  nicht  des  Kampfes  wegen,  sondern
es  sind  in  euerem  Lande  verborgene  Schätze,  ziehet  euch  also  von
uns  zurück,  dass  wir  sie  ausgraben  und  euch  eueren  Antheil  geben.
Die  Berbern  nahmen  diesen  Vorschlag  an  und  zogen  sich  von  dem
angedeuteten  Orte  zurück,  und  die  Franken  begannen  nun  an  einem
der  Orte,  die  sie  genannt  hatten,  zu  graben,  und  fanden  aber  an  dem
verborgenen  Platze  Gruben  ,  die  mit  Hirse  ungefüllt  waren.  Als  die
Berbern  von  Ferne  die  gelbe  Farbe  der  Hirse  sahen,  glaubten  sie,
es  sei  Goldstaub,  eilten  darauf  los  und  brachen  so  ihr  Versprechen;
die  Franken  aber  flohen  auf  ihre  Schilfe.  Als  nun  die  Berbern  die
Hirse  sahen,  bereueten  sie  (ihre  Voreiligkeit)  und  forderten  die
Franken  auf,  nochmals  zurückzukehren,  um  die  Schätze  auszugraben,
doch  jene  weigerten  sich  und  sagten:  Wir  haben  von  euch  einmal
            
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