Description de l’Afrique.
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vielen Quellen und Gärten; auf diesem Gebirge halten sich auch
viele Affen auf, so wie auch das stachelige Thier, das Dirh
d. i. Stachelschwein genannt wird.
Die Beschreibung der Stadt Mersä-d-Dudschädsch, die nun
folgt, können wir hier füglich übergehen; nicht aber das, was der
Verfasser über die Stadt Dschezäir-Beni-Mazghanna, d.i. das heutige
Algier sagt, weil die in Quatremere’s Auszügen gegebenen Notizen
etwas davon abweichen, und andererseits, weil die Stadt, als jetziger
Sitz des französischen Colonial - Gouvernements, viel wichtiger geworden
ist, als sie im Mittelalter war, wo hingegen das jetzt so
tief gesunkene Bidscliäje reich und wohlbevölkert war.
Das, was unser Autor über Algier zu sagen weiss, ist folgendes
:
Die Stadt Dschezäir-Beni-Mazghanna liegt am Ufer des Meeres,
das die Mauern der Stadt mit seinen Wellen bespült. Die Stadt ist
von altem Baue und enthält bewundernswerthe Ruinen, die darauf
hindeuten, dass sie die Residenzstadt unter früheren Völkern war.
Daselbst ist ein Amphitheater, dessen Hofraum mit Marmor gepflastert,
der aus kleinen Stücken zusammengesetzt, wie Mosaik aussieht.
Es sind darauf Abbildungen von Rossen und anderen Thieren
mit grösster Kunstfertigkeit ausgeführt.
Mit dieser Stadt hängt ein Landstrich zusammen, der District
von Metidsche genannt wird. Es ist dies ein grosser Landstrich,
ergiebig an allem und reich an Dörfern und Ansiedlungen, durchströmt
von Flüssen. Der Umfang dieses Districtes beträgt beiläufig
zwei Tagreisen in der Länge und Breite und rings umgeben ihn
Berge wie ein Kranz. Am Ende dieses Districtes ist ein Berg, über
den die Strasse führt, er ist mühsam zu passiren und heisst Halk-Wädschid.
Die Bewohner des Landes aber nennen ihn: „Bäb-el-Gharb,”
d. i. Thor des Westens, denn jeder, der den westlichen Theil
von Afrika betreten will, muss diese Stelle passiren.
In der Stadt Dschezäir-Beni-Mazghanna war eine grosse Kirche,
von wundervollem Baue, von welcher bis auf den heutigen Tag eine
Mauer übrig geblieben ist, welche jetzt die rechtmässige Kible
der grossen Moschee bildet, sie ist reich verziert mit Sculpturen
und Bildern.