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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Description  de  l’Afrique.

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vielen  Quellen  und  Gärten;  auf  diesem  Gebirge  halten  sich  auch
viele  Affen  auf,  so  wie  auch  das  stachelige  Thier,  das  Dirh
d.  i.  Stachelschwein  genannt  wird.
Die  Beschreibung  der  Stadt  Mersä-d-Dudschädsch,  die  nun
folgt,  können  wir  hier  füglich  übergehen;  nicht  aber  das,  was  der
Verfasser  über  die  Stadt  Dschezäir-Beni-Mazghanna,  d.i.  das  heutige
Algier  sagt,  weil  die  in  Quatremere’s  Auszügen  gegebenen  Notizen
etwas  davon  abweichen,  und  andererseits,  weil  die  Stadt,  als  jetziger
Sitz  des  französischen  Colonial  -  Gouvernements,  viel  wichtiger  geworden ­
  ist,  als  sie  im  Mittelalter  war,  wo  hingegen  das  jetzt  so
tief  gesunkene  Bidscliäje  reich  und  wohlbevölkert  war.
Das,  was  unser  Autor  über  Algier  zu  sagen  weiss,  ist  folgendes ­
  :
Die  Stadt  Dschezäir-Beni-Mazghanna  liegt  am  Ufer  des  Meeres,
das  die  Mauern  der  Stadt  mit  seinen  Wellen  bespült.  Die  Stadt  ist
von  altem  Baue  und  enthält  bewundernswerthe  Ruinen,  die  darauf
hindeuten,  dass  sie  die  Residenzstadt  unter  früheren  Völkern  war.
Daselbst  ist  ein  Amphitheater,  dessen  Hofraum  mit  Marmor  gepflastert, ­
  der  aus  kleinen  Stücken  zusammengesetzt,  wie  Mosaik  aussieht. ­
  Es  sind  darauf  Abbildungen  von  Rossen  und  anderen  Thieren
mit  grösster  Kunstfertigkeit  ausgeführt.
Mit  dieser  Stadt  hängt  ein  Landstrich  zusammen,  der  District
von  Metidsche  genannt  wird.  Es  ist  dies  ein  grosser  Landstrich,
ergiebig  an  allem  und  reich  an  Dörfern  und  Ansiedlungen,  durchströmt ­
  von  Flüssen.  Der  Umfang  dieses  Districtes  beträgt  beiläufig
zwei  Tagreisen  in  der  Länge  und  Breite  und  rings  umgeben  ihn
Berge  wie  ein  Kranz.  Am  Ende  dieses  Districtes  ist  ein  Berg,  über
den  die  Strasse  führt,  er  ist  mühsam  zu  passiren  und  heisst  Halk-Wädschid.
  Die  Bewohner  des  Landes  aber  nennen  ihn:  „Bäb-el-Gharb,”
  d.  i.  Thor  des  Westens,  denn  jeder,  der  den  westlichen  Theil
von  Afrika  betreten  will,  muss  diese  Stelle  passiren.
In  der  Stadt  Dschezäir-Beni-Mazghanna  war  eine  grosse  Kirche,
von  wundervollem  Baue,  von  welcher  bis  auf  den  heutigen  Tag  eine
Mauer  übrig  geblieben  ist,  welche  jetzt  die  rechtmässige  Kible
der  grossen  Moschee  bildet,  sie  ist  reich  verziert  mit  Sculpturen
und  Bildern.
            
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