Description de 1’Ai'rique.
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Auf diese Art gewinnt man alljährlich viele Centner, und es sind
diese Korallen von bester Qualität und werden in Indien und China
sehr gesucht.
Korallen gewinnt man auch in der Meerenge von Gibraltar
an der Küste des Städtchens Biliünesch im Gebiete von
Sibte (Ceuta) und die daselbst gewonnenen Korallen sind so gut wie
jene oder noch trefflicher. Eben so werden Korallen auch im sphärischen
Meere gewonnen und auf einigen Inseln des grünen Meeres
(d. i. des arabischen Meerbusens) und diese Art ist die vorzüglichste.
In der Nähe der Stadt Tarfa, zwischen dieser und der Stadt
Bädsche, ist ein grosser See, der bis vierzig Meilen im Umfange hat
und sich ins Meer ergiesst, eben so wie das Meer zeitweise in denselben
strömt. Das Wasser des Sees ist weder salzig noch süss,
doch ist er reich an Fischen, besonders gedeihen in ihm die Meer-'
fischen, die von vorzüglicher Güte sind. Man soll daselbst Fische
fangen, die bei zehn Pfund schwer sind und darüber. Die Bewohner
jener Gegenden fangen diese Fische und heben sie auf zum Verbrauche,
wenn andere Lebensmittel fehlen.
Auf diese Notizen folgt nun in dem Werke die Beschreibung
der Stadt Bune (Bona), die wir, da sie in Quatremere’s Auszügen
genau gegeben ist, hier übergehen können, ebenso wie die nur in
ein paar Zeilen abgefertigte Beschreibung der Stadt Kil. Der Name
der hierauf folgenden Stadt wird im arabischen Texte mehrmals
Dscheihal geschrieben, wesshalb wir ihn nicht veränderten, obgleich
wii kaum zweifeln. dass der Name Dscheidschel gelesen werden
müsse, wie auch Barth in seinen Wanderungen am Mittelmeere
(pag. 66) schreibt.
Nicht übergehen können wir hingegen den der Stadt Bidschäje
gewidmeten Artikel wegen der ganz neuen geschichtlichen Daten, die
er über die Könige des berberischen Stammes der Sinhadsche gibt.
Die Stadt Bidschäje ist eine grosse Stadt am Ufer des Meeres,
das deren Mauer bespült, sie wurde neu erbaut von den Königen der
Sinhadsche, den Besitzern des Schlosses Kalät-Abi-Tawil, das
jetzt unter dem Namen Kalät-Hammäd bekannt ist. Die Ursache der
Erbauung der Stadt war die, dass der Herr über Kairowän, der aus
dem Stamme Sinhadsche war, als die Araber in Afrika eindrangen,
sich flüchtete und sich in der Stadt Mehdije verschanzte. Sein Vetter