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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Description  de  1’Ai'rique.

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Auf  diese  Art  gewinnt  man  alljährlich  viele  Centner,  und  es  sind
diese  Korallen  von  bester  Qualität  und  werden  in  Indien  und  China
sehr  gesucht.
Korallen  gewinnt  man  auch  in  der  Meerenge  von  Gibraltar
an  der  Küste  des  Städtchens  Biliünesch  im  Gebiete  von
Sibte  (Ceuta)  und  die  daselbst  gewonnenen  Korallen  sind  so  gut  wie
jene  oder  noch  trefflicher.  Eben  so  werden  Korallen  auch  im  sphärischen ­
  Meere  gewonnen  und  auf  einigen  Inseln  des  grünen  Meeres
(d.  i.  des  arabischen  Meerbusens)  und  diese  Art  ist  die  vorzüglichste.
In  der  Nähe  der  Stadt  Tarfa,  zwischen  dieser  und  der  Stadt
Bädsche,  ist  ein  grosser  See,  der  bis  vierzig  Meilen  im  Umfange  hat
und  sich  ins  Meer  ergiesst,  eben  so  wie  das  Meer  zeitweise  in  denselben ­
  strömt.  Das  Wasser  des  Sees  ist  weder  salzig  noch  süss,
doch  ist  er  reich  an  Fischen,  besonders  gedeihen  in  ihm  die  Meer-'
fischen,  die  von  vorzüglicher  Güte  sind.  Man  soll  daselbst  Fische
fangen,  die  bei  zehn  Pfund  schwer  sind  und  darüber.  Die  Bewohner
jener  Gegenden  fangen  diese  Fische  und  heben  sie  auf  zum  Verbrauche, ­
  wenn  andere  Lebensmittel  fehlen.
Auf  diese  Notizen  folgt  nun  in  dem  Werke  die  Beschreibung
der  Stadt  Bune  (Bona),  die  wir,  da  sie  in  Quatremere’s  Auszügen
genau  gegeben  ist,  hier  übergehen  können,  ebenso  wie  die  nur  in
ein  paar  Zeilen  abgefertigte  Beschreibung  der  Stadt  Kil.  Der  Name
der  hierauf  folgenden  Stadt  wird  im  arabischen  Texte  mehrmals
Dscheihal  geschrieben,  wesshalb  wir  ihn  nicht  veränderten,  obgleich
wii  kaum  zweifeln.  dass  der  Name  Dscheidschel  gelesen  werden
müsse,  wie  auch  Barth  in  seinen  Wanderungen  am  Mittelmeere
(pag.  66)  schreibt.
Nicht  übergehen  können  wir  hingegen  den  der  Stadt  Bidschäje
gewidmeten  Artikel  wegen  der  ganz  neuen  geschichtlichen  Daten,  die
er  über  die  Könige  des  berberischen  Stammes  der  Sinhadsche  gibt.
Die  Stadt  Bidschäje  ist  eine  grosse  Stadt  am  Ufer  des  Meeres,
das  deren  Mauer  bespült,  sie  wurde  neu  erbaut  von  den  Königen  der
Sinhadsche,  den  Besitzern  des  Schlosses  Kalät-Abi-Tawil,  das
jetzt  unter  dem  Namen  Kalät-Hammäd  bekannt  ist.  Die  Ursache  der
Erbauung  der  Stadt  war  die,  dass  der  Herr  über  Kairowän,  der  aus
dem  Stamme  Sinhadsche  war,  als  die  Araber  in  Afrika  eindrangen,
sich  flüchtete  und  sich  in  der  Stadt  Mehdije  verschanzte.  Sein  Vetter
            
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