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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Description  de  l 4  Afrique.

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Pfeil  abschiesst,  so  kann  er  nicht  den  Thurm  erreichen,  der  in  der
Mitte  dieser  Wasserleitung  steht.
An  dieser  Wasserleitung  stand  ein  grosses  Schloss  von  bewundernswerther
  Bauart  und  mit  Sälen,  welche  auf  die  Wasserleitung ­
  die  Aussicht  hatten.
In  diese  Wasserleitung  mündet  eine  andere  hübsche  Wasserleitung, ­
  die  damit  in  Verbindung  steht;  in  dieselbe  ergiesst  sich  das
Wasser  des  Flusses,  wenn  es  tliesst,  und  darin  bricht  sich  der  Lauf
der  Strömung,  erst  dann  ergiesst  es  sich  in  die  grosse  Wasserleitung.
Dieser  Fluss,  der  in  die  Wasserleitung  mündet,  ist  ein  Winterfluss,
da  er  nur  im  Winter  strömt.  Wenn  die  (eben  besprochene)  Wasserleitung ­
  ebenso  wie  die  anderen  Wasserleitungen  voll  ist,  so  trinken
daraus  die  Bewohner  von  Kairowän  so  wie  ihre  Heerden,  und  es  wird
das  Wasser  dieser  Leitung  bis  zum  Sommer  aufbewahrt,  wo  es  dann
kalt,  rein  und  süss  bleibt,  wegen  der  grossen  daselbst  aufbewahrten
Wassermenge  1 )-'Abd-Allah-eseh-Schü
  pflegte  zu  sagen:  Ich  sah  in  Afrika  zwei
Dinge,  dergleichen  ich  nie  im  Oriente  gesehen  habe,  es  sind  das:
der  Graben  am  Stadtthore  Bäh  -  Tunis  von  Kairowän  (nämlich  diese
grosse  Wasserleitung)  und  das  Schloss,  das  in  der  Stadt  Bakkäde
ist  und  unter  dem  Namen  Kasr-el-Bahr,  d.  i.  Meerschloss,  bekannt  ist.
Wir  übergehen  nun  die  Schilderung  der  Städte  Sabra,  Rakkade
die  von  Quatremere  ausführlich  beschrieben  werden  und  bemerken
nur,  dass  unser  Autor  die  Stadt  Sefäkes  wegen  ihres  Handels  mit  dem
trefflichen  Öl,  was  sie  erzeugt,  anführt,  welcher  Handelsartikel  nach
Sicilien,  Italien,  in  die  Lomhardie  Calabrien  und  in  die
Länder  der  Rum  (d.  i.  der  Römer)  versendet  wird.  Es  würde  mich
zu  weit  führen,  das  anzugeben,  was  der  Autor  über  die  Städte
Mehdije,  Temmädschert,  Dschelüla,  Suse  und  Tunis  sagt,  hingegen
will  ich  das  hervorheben,  was  über  die  Stadt  Kartadschenne  und  über
die  Ruinen  des  alten  Karthago  gesagt  wird,  so  wie  die  Schilderung
der  Städte  Benzert,  Tarfa,  Asilä  und  Sela  (Salle),  womit  die  erste
Abtheilung  des  Werkes,  welche  die  Städte  der  Seekiiste  behandelt,
abgeschlossen  wird.
*)  Zur  Ergänzung  der  Beschreibung  der  Stadt  Kairowan  lese  man  das  von  Barth
in  seinen  Wanderungen  am  Mittelmeere  darüber  von  einem  ganz  anderer)
Standpuncte  aus  Gesagte.
            
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