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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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v.  Karajan.

pauperis  de  contemplacione  oracionis,”  der  somit  in  die  Mitte  des
eilften  Jahrhunderts  zu  setzen  sein  wird.
Reiche  Ausbeute  für  die  deutsche  Geschichte  der  beiden  folgenden ­
  Jahrhunderte  ist  in  den  durch  Höfler  im  Archive  6,1—66  gelieferten ­
  „Codex  epistolaris  Reinhardsbrunnensis”  zu  holen,  wie  nicht
minder  in  dem  ähnlichen  „Formelhuche  K.  Albrecht’s  I.,”  welches ­
  Chmel  aus  dem  Originale  des  Haus-  und  Staats-Archives  im
zweiten  Rande  des  Archives  der  Commission  auf  Seite  211  —  307
veröffentlicht  hat.  Auf  die  Wichtigkeit  dieser  Handschrift  ist  schon
oft  hingewiesen  worden,  z.  R.  durch  Röhmer  in  den  Regesten.  Auch
Palacky  hatte  schon  vor  der  Herausgabe  derselben  sechs  Stücke
aus  ihr  veröffentlicht.
Die  Geschichte  Deutschlands  im  fünfzehnten  Jahrhunderte  wird
aus  der  der  Commission  bereits  druckfertig  vorliegenden  Fortsetzung
der  „Fränkischen  Studien”  Höfler’s  erwünschten  Zuwachs  erhalten.
Sie  bringt  nämlich:  „Fürstenbriefe  aus  dem  fünfzehnten  und  sechzehnten ­
  Jahrhunderte,”  dann  eine  Reihe  von  „Urkunden  zur  Beleuchtung
  der  Entwickelungs-Geschichte  des  monarchischen,  aristokratischen ­
  und  demokratischen  Elementes  im  deutschen  Reiche  vom
fünfzehnten  bis  siebzehnten  Jahrhunderte.”
Auf  das  grosse  Interesse  der  durch  Kaiser  Ferdinand  I.  am
29.  Jänner  1662  der  Regierung  zu  Innsbruck  ertheilten  Antwort  für
die  Geschichte  der  politischen  und  religiösen  Zustände  Deutschlands
in  jener  Zeit  ist  schon  oben  Seite  365  hingewiesen  worden.  Sie  steht
im  zweiten  Rande  des  Archives  auf  den  Seiten  137  —  172.

Und  so  wäre  denn  die  bunte  Reihe  der  Mittheilungen,  welche
mit  den  im  Drucke  befindlichen  zusammen  fünfzehn  starke  Bände
füllen,  hiemit  durchlaufen  und  in  sachlich  geordnete  Folge  gebracht.
Es  lässt  sich  nicht  läugnen,  dass  in  ihnen  eine  überraschende
Menge  sowohl  neuen  geschichtlichen  Stoffes,  wie  auch  gründlicher
Untersuchungen  niedergelegt  ist.  Dass  diese  Leistungen  in  buntem
Wechsel  einliefen  und  veröffentlicht  wurden,  dass  dabei  kein  ängstlich ­
  entworfener  und  darnach  gewissenhaft  eingehaltener  Plan  eines
gleichmässigen  Eintrittes  und  Wechsels  der  Beiträge  nach  Ländern
oder  sonst  wie,  etwa  nach  der  Leistungsfähigkeit  oder  Wichtigkeit
der  einzelnen  Kronländer  befolgt  werden  konnte,  liegt  zum  Theile
            
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