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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Bericht  über  die  Leistungen  der  historischen  Commission.

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tung  noch  erwarten,  während  andere  durch  die  Bemühungen  des
Herausgebers  als  schon  gelöst  zu  betrachten  sind.
Friedrich’s  des  Schönen  bewegte  Regierungszeit  ist
durch  vier  Beiträge  nicht  unbeträchtlich  beleuchtet  worden.  Erstens
durch  einen  längeren  Aufsatz  Chmel’s  im  Archive  II,  311—537,
mit  der  Aufschrift:  „Zur  Geschichte  Kaiser  Friedrich’s  des  Schönen.”
Derselbe  beruht  hauptsächlich  auf  einer  bis  dahin  nur  wenig  oder
einseitig  benützten  Handschrift  des  Haus-  undStaats-Archives,  welche
gleichzeitig  abgefasst,  besonders  die  beengte  finanzielle  Lage  dieses
Regenten  erkennen  lässt.  Sie  umfasst  nämlich  eine  Reihe  mitunter
höchst  wichtiger  Pfandbriefe  von  1308—1315.  Die  zweite  Mittheilung
enthält  eine  bisher  unbekannte  Urkunde  desselben  Arcbives,  und  zwar
eine  „Vermittelung  zwischen  Friedrich  dem  Schönen  und  einigen  Anhängern ­
  Ludwig’s  von  Baiern,  geschehen  zu  Strassburg  am  26.  März
1315,”  Notizenblatt  1851,  S.  44  und  45.  Die  dritte  Mittheilung,
ebenfalls  im  Notizenblatte  1851,  S.  95  und  96,  abgedruckt,  bringt
zum  ersten  Male  aus  dem  Originale  desselben  Archives  einen  „Brief
Erzbischofs  Peter  von  Mainz  vom  20.  Jänner  1315,”  der  über  den
Stand  der  Angelegenheiten  K.  Ludwig’s  des  Baiern,  Friedrich  dem
Schönen  gegenüber,  erwünschten  Aufschluss  gewährt.  Endlich  ebenfalls ­
  im  Notizenblatte  1851,  S.  45,  als  vierte  Mittheilung  eine  Übereinkunft ­
  K.  Friedrich’s  des  Schönen  mit  Herzog  Eberhard  und  Ulrich
von  Würtemberg,  über  einige  Forderungen  der  letzteren.  Ausgefertigt ­
  vor  Esslingen  am  13.  August  1316,  deren  Original  ebenfalls
im  Haus-  und  Staats-Archive  liegt.
Zum  Theile  derselben  Zeit  angehörig,  zum  Theile  der  folgenden ­
  sind  die  „Regesten  für  die  Geschichte  Innerösterreichs  vom
Jahre  1312—1500,”  welche  unser  verstorbenes  Mitglied  Albert
von  Muehar  in  reicher  Fülle,  524  an  der  Zahl,  im  Archive  Bd.  2,
S.  429—510,  mitgetheilt  hat.
»  Hier  ist  auch  eine  durch  K.  v.  Sava  im  Notizenblatte  1851,
S.  302,  veröffentlichte  „Urkunde  Herzog  Albrecht’s  V.,  ddo.  Wien
1437,”  einzureihen,  ein  Schuldbrief  an  einen  Bürger  Wiens,  welcher
ihm  60  Pfund  Wiener  Pfennige  geliehen  hatte,  zur  Einlösung  mehrerer ­
  während  des  Hussitenkrieges  verpfändeter  Burgen.
Eben  so  reich  wie  die  Zeit  Friedrich’s  des  Schönen  ist  jene
K.  Friedrich’s  IV.  bedacht.  Ausser  den  bereits  oben  wiederholt
erwähnten,  von  Chmel  veröffentlichten  „Urkunden,  Briefen  und
            
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