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v. K a r aj a n.
denbuch des Hoclistiftes Trient” bezeichnet werden. Die Herausgabe
desselben besorgt Ministerial - Concipist Rudolf Kink und ist der
Druck dieser höchst bedeutenden Quelle schon sehr weit vorgeschritten.
Die Zahl der Urkunden dieses Codex ist eine sehr reiche zu
nennen, denn sie beläuft sich selbst für diese kurze Periode auf
305 Stücke.
Zur Geschichte der tirolischen Kirche im fünfzehnten Jahrhundert
müssen die von unserem wirklichen Mitgliede Prof. Albrecht Jäger
gesammelten „Regesten und urkundlichen Daten üner das Verhältniss
des Cardinais Nicolaus von Cusa als Bischofs von Br ixen zu Herzog
Sigmund von Österreich und zum Lande Tirol in den Jahren 1450
bis 1464” als ein wichtiger Beitrag angesehen werden. Sie stehen
im Archive Bd. 4, S. 297—329 und Bd. 5, S. 173—186.
Eine zweite Reihe von Regesten über das Verhältnis^ desselben
Kirchenfürsten zum Benedictiner-Nonnen-Kloster Sonnenburg im
Pustertliale, die Jahre 1018 bis 1465 betreffend, und ebenfalls von
Prof. A. Jäger bearbeitet, stehen im Archive Bd. 5, S. 147—172.
Die erstere der beiden Sammlungen umfasst 505, die zweite 243
Stücke. Es begreift sich, dass beide reiche Aufschlüsse über die ganzen
kirchlichen Verhältnisse des Landes gewähren müssen und es
wäre nur zu wünschen, dass auch über andere Verhältnisse und
andere Länder ähnliche und eben so sorgfältige Durchordnungen des
geschichtlichen Stoffes geliefert würden, dann erst könnte an verlässliche
Landesgeschichten gedacht werden.
Wir haben hier schlüsslich noch zwei Arbeiten zur Beleuchtung
der Geschichte dieses Kronlandes einzureihen. Erstens: „Beiträge
zur Geschichte des deutschen Ordens in Tirol von Matthias
Koch,” im Archive Bd. 2, S. 53 — 76. Sie sind aus dem Archive
der Deutschordens-Ballei zu Botzen geschöpft und bis jetzt die ersten
ausführlicheren Nachrichten über diesen Orden im Kronlande Tirol.
Zweitens: einen Beitrag zur Adelsgeschichte des Landes von
Kögl in Brixen, nämlich „fünf genealogische Tafeln von tirolischen
Adelsgeschlechtern.” Sie stehen im Archive 5, 383 ff.
Auch die Geschichte des Kronlandes
Vorarlberg
ist in den Veröffentlichungen der Commission nicht leer ausgegangen.
Vor Allem zu erwähnen sind die durch J. Bergmann im Archive 1,