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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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v.  Karajan.

berücksichtigen,  welche  Chmel  im  Archive  1,  1,  1  bis  72  in  reicher
Fülle  mitgetheilt  hat.  Sie  umfassen  die  Zeit  von  1242  bis  c.  1300.
Ebenso  wichtig  sind  die  „historisch-topographischen  Erörterungen ­
  über  Pottenburg,  den  Gau  Gruzwiti,  dann  Askituna”  von  Dr.
A.  v.  Meiller  im  Notizenblatte  1831,  Seite  269  bis  272,  283  bis
288.  Besonders  die  Untersuchung  über  den  Grunzwitengau,  der  schon
seit  fast  einem  Jahrhunderte  zahlreiche  in-  und  ausländische  Forscher
wie  ein  Irrlicht  zum  Besten  hielt.  Nicht  minder  sind  jene  über  Askituna, ­
  welches  wie  der  Grunzwitengau  von  verschiedenen  Forschern
nach  den  einzelnen  Theilen  des  Erzherzogthums  hin-  und  hergeschoben ­
  wurde,  von  grossem  Interesse  und  zeigen  auf  erfreuliche
Weise,  dass  die  Forschung  unserer  Tage,  mit  ungleich  reicherem
Materiale  ausgerüstet,  sicherer  einherschreite,  und  dann  häufiger
zum  Ziele  gelange.
Auf  jüngere  Zeiten  bezüglich  sind  folgende  zwei  Mittheilungen.  Der
„Absagebrief  Erzherzog  Albrecht’s  VI.  dem  Erzherzogthume  Österreich ­
  zugesandt  am  19.  Juni  1461”  in  der  Absicht,  es  mit  Heeresmacht
gegen  König  Georg  Podiebrad  zu  besetzen,  welchen  Karl  von  Sava
aus  dem  Originale  einer  Privat-Sammlung  im  Notizenblatte  1831,
Seite  302  veröffentlichte,  dann  die  durch  Chmel,  ebendaselbst
Seite  212  bis  224,  228  bis  240,  241  bis  231  und  263  bis  268
mitgetheilten  beiden  Verzeichnisse:  „die  Regimentsräthe  des  n.  ö.
Regiments  von  1329  bis  1637”  und  „die  Kammerräthe  der  n.  ö.
Kammer  von  1329  bis  1606.”
Zweitens  in  Bezug  auf  die  Geschichte  geistlicher  Körperschaften. ­
  In  dieser  Hinsicht  ist  nur  ein  einziger  Beitrag  aufzuführen ­
  und  dieser  nicht  strenge  genommen,  weil  er  überwiegend
Österreich  unter  der  Enns  betrifft,  nämlich  die  durch  den  Bibliothekar
des  Stiftes  Melk  P.  Th.  Mayer  im  Archive  3,  281  bis  331  gelieferten ­
  und  sorgfältig  untersuchten  „Acta  S.  Quirini  Martyris”.  Es
dreht  sich  nämlich  bei  dieser  Untersuchung  hauptsächlich  um  die
Frage:  ob  die  Gründer  des  Stiftes  Tegernsee  in  Baiern  auch  jene
S.  Pöltens  sind,  ob  bairische  Grosse  im  siebenten  und  achten  Jahrhunderte ­
  wirklich  Besitzungen  im  Avaren-Lande  besassen,  und  ob
damals  überhaupt  fromme  Stiftungen  in  Österreich,  namentlich  unter
der  Enns  möglich  waren  oder  nicht.  Zur  Beantwortung  dieser  Fragen ­
  sind  die  erwähnten  „Acta”  von  grosser  Bedeutung,  sie  gewähren
aber  auch  sonst  noch  mannigfaches  Interesse.
            
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