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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Bericht  über  clie  Leistungen  der  historischen  Commission.

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schritt:  „Die  Gründung  des  Collegiatstiftes  weltlicher  Chorherren  zu
Mattigh  ofen.”  Die  Stiftungs-Urkunde  ist  vom  Jahre  1438,  das
Stiftungsjahr  war  bisher  streitig.  Die  vorliegende  Untersuchung
weist  aber  nach,  dass  der  Entschluss  zur  Gründung  des  Stiftes  durch
die  Brüder  Conrad  und  Hanns  Kuchler  schon  im  Jahre  1430  gehisst ­
  war,  und  erst  durch  die  Witwe  Hannsens  von  Küchel  ins
Werk  gesetzt  wurde.
Reicher  bedacht  als  jene  der  geistlichen  Körperschaften  zeigt
sich  bis  jetzt  die  Geschichte  des  Adels  in  Österreich  ob  der
Enns.  Den  bedeutendsten  Beitrag  hiezu  lieferte  Jod.  Stiilz  im  Notizenblatte ­
  1831,  Seite  313  bis  320,  329  bis  330,  341  bis  347,
361  bis  368  und  372  bis  382,  durch  eine  mühsame  Reihe  von  243
„Regesten  zur  Geschichte  der  Grafen  von  Schaunberg.”  Sie  umfassen ­
  die  Zeit  vom  Jahre  1263  bis  1407,  und  sind  desshalb  von
Bedeutung  für  die  Geschichte  des  Landes,  weil  dieses  Geschlecht
zu  den  hervorragendsten  desselben  gehörte  und  durch  seinen  reichen
Grundbesitz  innig  mit  dessen  Schicksalen  verflochten,  auch  durch
hohe  Stellungen  an  der  Leitung  derselben  betheiligt  war.
Zur  Geschichte  eines  zweiten  berühmten  Adelsgeschlechtes,
nämlich  der  Lamberge,  theilte  F.  X.  Pritz  im  Archive  7,  183
bis  203  einiges  mit,  unter  dem  Titel:  „Ein  Beitrag  zur  Geschichte
der  Lamberge  von  Steier,  besonders  in  jüngerer  Zeit.”
J.  E.  Ritter  von  Koch  -  Sternfeld  endlich  lieferte  eine  Untersuchung ­
  über  die  uralten,  ins  eilfte  Jahrhundert  hinaufreichenden
Geschlechter  von  Moosbach  und  Weng  im  Innviertel.  Sie  findet
sich  im  Archive  1,  4,  131  his  139  unter  der  Überschrift:  „Die
dynastischen  Zweige  zu  Moosbach  und  Weng.”
Hiermit  sind  die  bisherigen  Leistungen  zur  Geschichte  Österreichs ­
  ob  der  Enns  geschlossen  und  wir  gehen  nun  zur  Aufzählung
jener  Mittheilungen  über,  welche  sich  auf  beide  Theile  des  Stammlandes ­
  oder  das
Erzherzogthum  Österreich
beziehen.  Die  bis  jetzt  gelieferten  Arbeiten  über  dieses  Kronland
lassen  sich  wieder  nach  drei  Gesichtspunkten  durchordnen.
Erstens  in  Bezug  auf  allgemeine  Landesgeschichte.
In  dieser  Hinsicht  sind  für  die  ältere  Zeit,  besonders  die  „Auszüge  aus
Hermann’s  von  Nieder-Altaich  Urkunden  und  Notizen-Sammlung”  zu
            
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