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v. Karajan.
unter der Enns.” Unter ihnen scheint besonders eineMiscellan-Handschrift
mit historischen Gedichten und Liedern aus dem sechzehnten
Jahrhundert zu Aistersheim, ein Tagebuch über die Belagerung Freistadts
durch die empörten Bauern unter Hanns Christoph Hayden,
endlich ein altes Gedenkhuch zu Wartberg beachten s werth.
Eine gründliche Untersuchung „über den Ufgau,” dessen Lage
und Umfang seit fast hundert Jahren verschiedenartig aufgefasst
wurde und zu den abweichendsten Annahmen führte, lieferte unser
wirkliches Mitglied J. Stiilz im Notizenblatte 1851, S. 347 bis 352.
Stülz wies schlagend nach, dass derselbe zwischen der Traun und
dem Hausruck zu suchen sei, und südlich an den Attergau grenzte.
Als letzter Beitrag und zwar zur speciellen Landesgeschichte
ist hier das durch Climel im Notizenblatte 1851, S. 37 bis 43,
51 bis 57 und 66 bis 74 gelieferte „Urbar der ehemaligen Staatsherrschaft
Falkenstein im Mühlkreise” einzureihen. Es ist im Jahre
1570 errichtet und viel ausführlicher und umständlicher abgefasst,
als gewöhnliche Urbare. Recht schlagend sieht man an diesem hervorstechenden
Beispiele, wie viel aus gewöhnlich so gering geachteten
Quellen zur genauen Kenntniss der Rechtsverhältnisse früherer
Zeiten zu lernen ist.
Zur Geschichte der geis tlieben Körperschaften dieses
Landes wurden zwei bedeutendere Beiträge geliefert. Erstens eine
kritische Prüfung der seit ihrer ersten Veröffentlichung durch
F. Kurz im Jahre 1808 so oft besprochenen und angefochtenen ältesten
Urkunden des Klosters Gleink, durch den Archivar von
St. Florian, unser wirkliches Mitglied Jod. Stülz im Archive 3, 267
bis 280 unter der Überschrift: „Die ältesten Urkunden des Klosters
Gleink,” in welcher sich derselbe dahin ausspricht, dass die Lösung
des Räthsels, wie der echte Inhalt der Urkunden zu den Fehlern
der Ausfertigung passe, vielleicht darin liege, dass, nachdem
schon zu Anfang des dreizehnten Jahrhunderts die Originale durch
Brand oder Sorglosigkeit untergegangen waren, was eine Urkunde
Herzog Leopold’s VII. geradezu erwähne, bei einer Wiederherstellung
derselben nach alten echten Abschriften in Diplomatarien ein ungeschickter
Ausfertiger manches, ja vieles versehen habe.
Den zweiten und letzten Beitrag zur Geschichte einer geistlichen
Körperschaft Österreichs ob der Enns lieferte Prof. F. X.
Pritz zu Linz, im Archive 5, 639 bis 659, und zwar unter der Auf-