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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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v.  Karajan.

quemer  ist  diese  wichtige  Quelle  unserer  Landesgeschichte  jetzt  zu
benützen  gegen  früher,  wo  man  sich  mit  Links  verdienstlichen  aber
unvollständigen  Auszügen  kümmerlich  behelfen  musste.
Ein  zweites  nicht  mehr  bestehendes  Cistercienser-Nonnen-Kloster
  dieses  Kronlandes,  nämlich  jenes  von  St.  Bernhard  nächst
Alt-Melon  im  V.  0.  M.  B.,  wird  nächstens  ebenfalls  in  unseren
Fontes  sein  Stiftungsbuch  vollständig  abgedruckt  erhalten.  Es  ist
bereits  durch  den  Chorherrn  Dr.  Zeibig  druckfertig  der  Commission ­
  zur  Herausgabe  übergeben.
Als  dritte  bedeutende  Bereicherung  der  Geschichte  geistlicher
Körperschaften  in  Österreich  unter  der  Enns,  sind  die  durch  den
Bibliothekar  von  Melk,  P.  Theodor  Mayer,  im  Archive  2,  1  bis  52
mitgetheilten  Urkunden  des  Prämonstratenser-Stiftes  Geras  zu  betrachten. ­
  Sie  sind  um  so  vollkommener,  als  gerade  über  dieses  Stift
ausser  dem  wenigen,  was  sich  in  Marian-Fidlers  „Österreichischer
Klerisei”  findet,  nirgends  Verlässliches  gesammelt  begegnet.  Dieser
Beitrag  ist  aber  auch  für  die  Landesgeschichte  von  eben  so  grosser
Bedeutung,  weil  sich  gerade  über  diesen  Theil  Österreichs  unter
der  Enns  auffallend  wenig  urkundliches  erhalten  hat.
Zum  Schlüsse  will  ich  noch  auf  vier  kleinere  Beiträge  zur  Geschichte ­
  dreier  Ordenshäuser  und  einer  Kirche  hinweisen,  welche
alle  vier  im  Notizenblatte  1851  niedergelegt  wurden.  Einmal  auf
Seite  28  eine  „Urkunde  vom  26.  April  1310,  durch  welche  Friedrich
der  Schöne  dem  Frauenkloster  zu  Tuln  den  Kauf  eines  Hauses  zu
Chrut”  bestätigt  und  demselben  seine  und  seiner  Brüder  Rechte  auf
dieses  Haus  überlässt.  Sie  wurde  von  Chmel  aus  dem  Originale
des  geheimen  Haus-  und  Staatsarchives  mitgetheilt.  Darnach  auf
Seite  64  durch  den  Abt  Bernhard  Schwindel  eine  Nachweisung  der
historischen  Handschriften  des  Cistercienser-Stiftes  N  eukloster
zu  Wiener-Neustadt.  Ferner  durch  K.  v.  Sava  auf  Seite  298  und
299  eine  wichtige  Urkunde,  das  Nonnenkloster  St.  Ni  das  vor
dem  Stubenthor  zu  Wien  betreffend,  aus  den  Jahren  1227  bis  1242;
endlich  durch  denselben  auf  Seite  300  bis  302  ein  Inventar  der
Ottlieimen-Capelle  zu  Wien  aus  dem  Jahre  1431.
4.  Für  die  Geschichte  des  Adels  im  Kronlande  Österreich ­
  unter  der  Enns  sind  zwar  nur  zwei  Beiträge  aufzuführen,  und
beide  nur  ein  und  dieselbe  Familie  betreffend,  aber  nichts  desto  weniger ­
  von  bedeutendem  Interesse,  nämlich:  „DieFamilien-Chronik  der
            
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