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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Bericht  über  <lie  Leistungen  der  historischen  Commission.

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Band  der  Fontes,  der  achte  des  Arehives  und  der  zweite  des
Notizenblattes  unter  der  Presse.
Ausser  diesen  schon  veröffentlichten  oder  in  der  Veröffentlichung
begriffenen  Quellen  und  Untersuchungen  hat  aber  die  Commission
auch  nocli  vieles  zum  Drucke  vorbereitet  und  in  bedeutenden  Sammlungen ­
  niedergelegt.  So  vor  Allem  beiläufig  10,000  Stucke  Urkunden
und  Regesten  zu  einem  Codex  diplomaticus  Austriae  inferioris;
eine  umfangreiche  Sammlung  von  Auszügen  aus  den  Verhandlungen
der  nieder-österreichischen  Stände,  mit  Kaiser  Maximilian  I.  beginnend
und  vor  der  Hand  bis  zum  Jahre  1634  reichend,  erae  ergiebige  Quelle
zum  Verständnisse  der  Landesgeschichte,  so  wie  zum  Theile  durch
die  Ausschusslandtage  mehrerer  Kronländer  selbst  für  die  Geschichte
des  ganzen  Reiches.  Die  Sammlung  wird  seiner  Zeit  fortgesetzt,
und  gewährt  schon  jetzt  reiche  Ausbeute.  Auch  für  die  Monumenta
Habsburgica  ist  bereits  ein  höchst  bedeutendes  Materiale  gewonnen.
Die  Zahl  der  abgeschriebenen  Urkunden,  Regesten  und  Auszüge
erreicht  schon  jetzt  die  Ziffer  der  Urkunden  des  obigen  Codex
diplomaticus  für  Österreich  unter  der  Enns,  nämlich  zehn  Tausend.
Nicht  unerwähnt  darf  ich  ferner  lassen,  den  durch  ihren  Ausschuss ­
  als  Unterlage  und  Träger  der  Ausbeute  so  vieler  geschichtlichen ­
  Forschungen  und  so  reichen  Stoffes  vorbereiteten  historischen
Alias,  vor  der  Hand  ,;Altösterreichs,”  d.  i.  der  fünf  alten  Provinzen
desselben,  nebst  beträchtlichen  Theilen  der  angrenzenden  Gebiete.
Die  Commission  liess  nämlich  mit  bedeutenden  Kosten  im  grossen
Maasstabe  eine  verlässliche  Terrainkarte  des  erwähnten  Gebietes  in
sechs  grossen  Blättern  anfertigen.  Auf  die  genaue  und  klare  Darstellung ­
  des  Terrains  wurde  desshalb  die  grösste  Sorgfalt  verwendet,
weil  hauptsächlich  das  Verständniss  der  Verhältnisse  des  Terrains
erst  jenes  geschichtlicher  Vorgänge,  getroffener  Eintheilungen  und
mancher  Besitzverhältnisse,  möglich  macht.  Die  Karte  lässt,  was  ihre
Ausführung  betrifft,  fast  nichts  zu  wünschen  übrig  und  wurde  bereits
an  gelehrte  Gesellschaften  wie  einzelne  Forscher  vertheilt,  zur  Einzeichnung ­
  der  erforderlichen  Bestimmungen  nach  Jahrhunderten,  und  ist
auch  schon  durch  einzelne  derselben  theilweise  in  Angriff  genommen.
Wie  man  aus  dem  blossen  Umfange  des  bis  jetzt  Geleisteten
sieht,  bat  die  Commission  mit  den  von  der  Akademie  ihr  bisher  in
ausgiebiger  Weise  gewährten  Geldmitteln,  redlich  und  erfolgreich
gebahrt,  es  soll  auch  fernerhin  geschehen,  sind  auch  die  Geldkräfte
Sifab.  d.  phil.-hist,  CI.  VIII.  Bd.  IV.  Hft.  24
            
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