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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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v.  K  a  r  a  j  a  n.

Früchte  bringen,  fristeten  zurückgedrängt  und  kaum  beachtet  ihr
Dasein  fort,  —  aber  dennoch  fristeten  sie  es.
Auch  ihr  Ausschuss  war  während  dieser  Zeit  nicht  unthätig  und
wenn  er  auch  bis  zur  Stunde  nicht  vor  sie  hintrat  und  in  ausführlicherer ­
  Darstellung  auf  die  Früchte  seiner  Thätigkeit  hinwies,  so
geschah  es  nicht,  weil  er  nichts  zu  bieten  hatte,  sondern  weil  er  abwechselnd ­
  mit  Dringenderem  beschäftigt  war,  auch  wohl  absichtlich
längere  Zeit  wollte  hingehen  lassen,  um  dann  auf  reichere  Ausbeute
hinweisen,  die  spärlicheren  Ergebnisse  der  ersten  Zeit  durch  die
reicheren  der  folgenden  ausgleichen  zu  können.
Die  Theilnahme,  welche  das  Unternehmen  bei  den  angedeuteten
ungünstigen  Zeitverhältnissen  in  den  einzelnen  Kronländern  des
Reiches  fand,  musste  begreiflicher  Weise  weit  hinter  den  ursprünglichen ­
  Erwartungen  der  Commission  zurück  bleiben.  Um  so  erfreulicher ­
  und  höher  angeschlagen  werden  muss  die  Rührigkeit  und
unverdrossene  Theilnahme  jener  Wenigen,  welche  aus  dem  so
beschränkten  Gebiete  sich  dennoch  so  thätig  erwiesen,  dass  die
ursprünglich  durch  die  Classe  bestimmten  Räume  und  Ausmasse  für
die  Unterbringung  der  Mittheiiungen  nicht  mehr  zureichten  und
noch  zwei  neue  Sammlungen  gegründet  werden  mussten,  nämlich  die
Monumenta  Habsburgica  und  das  Notizenblatt.
Die  ersteren  sollten  gewissermassen  eine  dritte  Abtheilung  der
österreichischen  Geschichtsquellen  bilden  und  neben  jenen  fünf
Gruppen,  welche  mehr  die  Landesgeschichten  der  einzelnen  Kronländer
  zum  Zielpuncte  nehmen,  der  Geschichte  des  ihnen  gemeinschaftlichen ­
  Regentenhauses  gewidmet  sein.
Das  Notizenblatt  aber  sollte  kleinere,  vereinzelte  Mittheilungen
über  Quellen  aufnehmen,  während  im  Archive  grössere  Abhandlungen ­
  und  Zusammenstellungen  quellenartigen  Stoffes  neben  kleineren ­
  Quellen  geliefert  würden.
Von  diesen  vier  verschiedenen  Sammlungen  nun  sind  bis  zur
Stunde  im  Ganzen  zwölf  Rände  in  8°.  erschienen.  Vier  Rände  Fontes,
sieben  Rände  Archiv  und  ein  Rand  Notizenblatt.  Der  erste  Band
der  Monumenta  Habsburgica  aber,  wichtige  diplomatische  Aetenstiicke
  zur  Geschichte  Karl’s  V.  enthaltend,  aus  den  Jahren  1515  19>
und  hauptsächlich  die  auswärtigen  Verhältnisse  desselben,  als  Herren
der  Niederlande  betreffend,  befindet  sich  bereits,  so  wie  der  fünfte
            
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