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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Über  17  unedirte  Münzen  der  rubemschen  Dynastie.

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mit  vier  kurzen  Strahlen.  Der  Grösse  nach  sind  diese  Münzen  gleich  denen ­
  Auschin’s,  was  den  Beweis  liefert,  dass  die  Rubenier  so  kleine  und
dünne  Münzen,  wie  die  Kreuzfahrer,  geschlagen  haben.  Diese  vier  rubenisehen
  Münzen  sind  wahrscheinlich  kleiner  als  die  schlechtweg  <]>»y
(Phol  oder  J^j)  und  ‘| v " a, a  (Dang  oder  1  j>)  genannten  Münzen.
Guido.
Nr.  11.  Av.  f  lj|»  •  •  •  •  (Gui  thag  )  Der  König  mit
der  Krone  rechts  reitend,  in  der  Hand  einen  Scepter  haltend,
im  Felde  an  beiden  Seiten  des  Königs  zwei  Ringe.
Rv.  f  .  .  ]  .  1J.  .  .)  (sch  ...  I  ....  S.)  Ein  Löwe
rechts  schauend,  auf  dem  Rücken  ein  Kreuz.  M
Cabinet  der  Mechitharisten-Congregation  in  Wien.
Quiton  oder  Guidon  oder  Guid,  Bruder  Costantin’s  III.,  wurde
nach  dessen  Ableben  zum  Könige  der  Armenier  ausgerufen,  aber
nachdem  er  unter  Unruhen  zwei  Jahre  lang  regiert  hatte,  wurde
er  getödtet.  Seine  Münzen  waren  bis  jetzt  noch  nicht  aufgefunden,
und  eine  Lücke  in  der  Serie  der  Münzen  rubenischer  Könige  wurde
durch  dieses  Unicum  zum  Theil  glücklich  ausgefüllt.  Obwohl  diese
Münze  nicht  gut  erhalten  ist,  so  sind  doch  der  Name  des  Königs  und
die  drei  ersten  Buchstaben  des  Wortes  («MIM'UWH*  (thagauor)
sehr  deutlich,  was  die  Classification,  in  die  wir  sie  einreihen  wollen,
erleichtert.  Das  fremde  Wort  Guido  wird  bei  armenischen  Geschichtsschreibern ­
  liKS'in,  (Guidon)  und  öfters  als  Verkürzung  des
ursprünglichen  Namens  Guido  l|KS  (Guit)  gebraucht.  Auf  der  vorliegenden ­
  Münze  fehlt  aber  der  letzte  Buchstabe  und  nur  Ill‘  (Gui)
ist  zu  lesen.  Dieser  Umstand  kann  aber  nicht  im  mindesten  veranlassen, ­
  dass  wir  nicht  behaupten  dürfen,  dass  diese  Münze  ohne  allen
Zweifel  die  des  Königs  Guido  sei;  denn  1.,  das  Wort  Ij]»  (Gui)  geht
dem  Worte  (thagauor)  (König)  unmittelbar  vor;
2.  die  Verkürzung  oder  Endung  Ij]*  (Gui)  linden  wir  in  keinem
Namen  anderer  Könige  vor,  nicht  einmal  treffen  wir  irgendwo  in
einem  anderen  Namen  diese  zwei  Buchstaben  beisammen;  3.  dieser
Name  Guido  heisst  bei  den  Franzosen  auch  Gui,  daher  ist  es  wahrscheinlich, ­
  dass  auch  der  König,  welcher  ein  Franzose  aus  dem
Hause  Lusignan  war,  sich  desselben  bedient  habe;  4.  die  Auslassung
der  Buchstaben  in  der  Umschrift  der  rubenischen  und  besonders  in
den  letzten  Zeiten  geprägten  Münzen  ist  ganz  allgemein;  5.  was  die
SiUb.  d.  phil.-hist,  CI.  VIII.  Bd.  III,  Hit,

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