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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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P.  Clemens  S  i  b  i  1  j  a  n.

Münzen,  welche  Leon  V.,  der  zweiundzwanzig  Jahre  lang  regierte,
zugeschrieben  werden,  häufiger  sind.  Alle  diese  fünf  Silbermünzen
haben  in  der  Umschrift  kleine  Unterschiede  gegen  einander,  was  die
verschiedene  Prägung  einer  jeden  derselben  beurkundet.
Auschin  (1.108  —  1320).
Nr.  7  a.  Av.  f  UJvf  Ki,  AliO  (Auschin  thagauor
Haj.)  der  König  mit  der  Krone  zu  Pferde,  nach  rechts  reitend,
unter  dem  Kopfe  des  Pferdes  das  Zeichen  3,  im  Felde  ein  Punkt.
Rv.  irj'Ol.'K  I‘  UM)  (Schinel  i  Malm
Sis)  Ein  Löwe  ohne  Krone  nach  rechts  schreitend,  auf  dem
Rücken  ein  Kreuz.  iR.
Cabinet  der  Mechitbaristen-Congregation  in  Wien.
Die  gewöhnliche  Legende  auf  dem  Revers  der  Silbermünzen
Auschin’s  ist  f  J‘|,l^\)v(schinads)  oderf*  (schinads  e)
wie  alle  bisher  bekannten  Münzen  haben,  nur  auf  der  gegenwärtigen
sehr  wohl  erhaltenen  liest  man  (schinel)  wie  auch  auf
einer  andern  kleinen  Kupfermünze  Auschin’s  (Nr.  7  6.),  die  sich
in  derselben  Sammlung  befindet.  Auf  einer  in  letzterer  Zeit  von
Langlois  veröffentlichten  Kupfermünze  Auschin’s  ist,  da  die  Münze
beschädigt  ist,  nicht  zu  erkennen,  ob  sie  (schinel)  oder
(schinads)  hat.
Die  von  Langlois  in  seiner  Schrift:  „Essais  sur  les  monnaies
Rubeniennes  1850”  als  unedirt  veröffentlichte  Silbermünze  Auschin’s
(Nr.  34)  stellt  sich  nach  genauer  Betrachtung  als  dieselbe  heraus,
welche  Krafft  unter  Nr.  53  veröffentlicht  hatte.  Auch  Langlois’  Beschreibung ­
  ist  nicht  vollkommen  treu;  da  die  auf  der  Tafel  abgebildete ­
  Münze  mit  der  erwähnten  bei  Krafft  vollkommen  übereinstimmt, ­
  Langlois  aber  die  Revers-Umschrift  gelesen  hat,  wie  folgt
l'l'f  JKl»  1‘MVM'MII*  AU(>  (Auschin  thagauor  Haj.),  während ­
  man  doch  auf  der  Abbildung  deutlich  liest  :  (<M*
il’(}||  (Auschin  thagauor  Hajo),  wie  auch  bei  Krafft
steht,  und  auf  dem  Revers  hat  er  gelesen  h  MMVI11'
'l'Jl  (schinadsl  i  Malta)  statt  f  UTiU'ö'  1»  '(MVI1)1'
(schinads  e  i  Mali  Si),  indem  die  beiden  letzten  Buchstaben  U
und  1)'verbunden  sind,  wie  auch  bei  Krafft  Tab.  I,  Nr.  53.  Wer  die
beiden  Abbildungen  vergleicht,  wird  sich  leicht  von  der  Identität
derselben  überzeugen.
            
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