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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Über  17  unedirte  Münzen  der  rebellischen  Dynastie.  287
folgern  ist,  dass  sie  König  Seinbat,  dem  einzigen  dieses  Namens,
angehören.
Nr.  S.  Av.  f  IHHM’S  f'MVHlf’  4  (Sembat  tliagor  H  ....)  dieselbe ­
  Vorstellung.
Rv.  f  fl‘,,1)1.  MMVI  UM*'  11  (Scbinal  lLaiall.  S.)  dieselbe ­
  Vorstellung,  iß.
Cabinet  der  Mechitharisten-Congregation  in  Wien.
Ob  auch  die  Hauptvorstellung  dieser  Münze  dieselbe  ist,  wie
die  der  vorhergehenden,  so  hat  sie  doch  einige  Unterschiede,  nämlich
in  der  Trennung  der  Buchstaben  |J  und  |J'  Auch  ist  die  Arbeit
roher.  Der  Name  fihl'/HH'  (thagor)  ist  ganz  wie  der  der  Silbermünze ­
  Sembat’s.  Die  Form  der  Buchstaben  hat  nicht  dieselbe  Feinheit, ­
  wie  auf  der  Kupfermünze  Nr.  4.  Das  Pferd  des  Königs  gleicht
kaum  einem  Pferde,  das  Kreuz  der  Rückseite  ist  einfacher,  es  ist
nämlich  nicht  mit  Punkten  verziert.  Beide  eben  beschriebenen  Kupfermünzen ­
  sind  kleiner  und  dünner,  als  die  Hethum  II.  zugeschriebenen.
Die  Kupfermünzen  Sembat’s  sind  jetzt  ziemlich  häufig.  Die
obigen  Bemerkungen  gelten  auch  von  den  Kupfermünzen  in  unserer
Sammlung,  wie  auch  von  zwei  anderen  hei  Herrn  Timoni  in  Wien,
wo  man  aber  bald:  f  ]»  'IMVi  fyfk  (schinel  i  kaiak),
bald  fj‘(,1-1  ^  jy(k  (schinel  knialt)  findet.  In  dem
königl.  Cabinete  zu  Berlin  befinden  sich  ebenfalls  drei  Kupfermünzen
Sembat’s,  auf  zweien  derselben  sind  die  Buchstaben  })  und  1J'  verbunden, ­
  und  statt  des  l<HyW',MM‘(<i  ingauor)  scheint  es  (‘M'/wir
(tliagor)  zu  sein,  die  dritte,  deren  Avers  verdorben  ist,  lässt  sich
nur  nach  dem  Revers  bestimmen,  in  welchem  sich  die  Münzen  Sembat’s ­
  von  denen  aller  übrigen  Könige  derselben  Dynastie  unterscheiden, ­
  nämlich  darin,  dass  die  Strahlen  des  Kreuzes  in  Form  einer
Lanze  gebildet  und  so  lang  als  die  Seiten  des  Kreuzes  sind.  Oft
findet  man  an  den  Enden  und  dicht  am  Centrum  des  Kreuzes  kleine
Punkte.  In  Bezug  auf  die  Arbeit  sind  die  Berliner  Kupfermünzen
Sembat’s  mittelmässig  zu  nennen.  Alle  Kupfermünzen  Sembat’s  sind
in  der  Grösse  gleich.
Die  Kleinheit  und  Dünne  der  Kupfermünzen  Semhats  werfen
nicht  wenig  Licht  auf  die  Classification  der  Kupfermünzen  der  ruhenischen
  Dynastie.  Auch  die  Umschrift  der  Sembat’schen  Münzen
trägt  wegen  ihrer  bedeutenden  Verschiedenheit  von  den  Münzen  der  früheren ­
  Könige  sehr  viel  zur  Erleichterung  der  richtigen  Einreihung  der
            
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