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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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P.  Clemens  Sibiljan.

Von  den  Münzen  seines  Vorgängers  Leon  III.  und  yon  denen
seiner  Nachfolger  unterscheidet  sich  die  vorliegende  dadurch,  dass
auf  jenen  der  König  immer  zu  Pferde  dargestellt  ist,  während  er  hier
auf  dem  Throne  sitzt,  wie  auf  dem  gewöhnlichen  Typus  Leon  JI.
Merkwürdig  ist  auf  unserer  Münze  auch  die  Abkürzung:  fd'iyi'lll 1
(thagor)  für  •‘I’l'IH'  (thagauor),  welche  Abkürzung  wir  auf
den  Münzen  der  früheren  Könige  unter  ISO  Stücken  nur  zweimal
gefunden  haben,  nämlich  auf  einer  Münze  im  asiatischen  Museum  zu
St.  Petersburg  und  auf  einer  im  National-Cabinete  zu  Paris.
Die  Arbeit  dieser  neuen  Münze  ist  ziemlich  roh,  so  dass  man
beim  ersten  Anblick  gleich  bemerkt,  dass  sie  eine  ganz  andere
Fabrication  als  die  Münzen  Leon  II.  hat,  mit  denen  sie  nur  in  der
Grösse  übereinstimmt.
Nr.  4.  Av.  i  UUT'C.S  hMVH'Mlf*  ill  (Sembat  thagauor  Ha.)
Der  König  mit  der  Krone  zu  Pferde  nach  rechts  reitend,  in  der
rechten  Hand  eine  Lanze  mit  lilienähnlicher  Spitze.
Rv.  f  f  •  -  l*  'IMVIjMA  b  Ol»...  (sch  i  Halali
i  Si  ..)  Lateinisches  Kreuz,  mit  4  langen  Strahlen  in  Form
von  Lanzen  oder  Lilien.  JE.
Cabinet  der  Mechitharisten  -  Congregation  in  Wien.
Diese  vortrefflich  erhaltene  Münze  lässt  keinen  Zweifel  aufkornmen;
  der  Name  des  Königs  OUT'1’8  (Semba*t)  ist  vollkommen
deutlich,  nur  sind  die  beiden  ersten  Buchstaben  zusammengezogen.
Der  Styl  ist  fein  und  die  Form  der  Buchstaben  ist  verhältnissmässig.
Auch  die  Kupfermünzen,  welche  Sestini  (Nr.  8)  und  Brosset  (Nr.  18)
veröffentlicht  haben,  gehören  offenbar  dem  König  Sembat  an;  da
aber  die  beiden  Schriftsteller  mit  den  armenischen  Schriftzügen
nicht  hinlänglich  vertraut  waren,  und  indem  der  Name  des  Königs
auf  ihren  Exemplaren  halb  verwischt  war,  so  vermochten  sie  ihn
nicht  zu  entziffern.  Sestini  schreibt  die  Münze  Constantin  II.  zu,  und
Brosset  gesteht,  dass  der  Name  auf  seiner  Münze  ganz  unlesbar  sei,
jedoch  auf  der  Münze  Sestini’s  sind  die  letzten  zwei  Buchstaben  des
Namens:  IJDT'CS  (Sembat),  nämlich  (at),  welche  den  ersten
Buchstaben  des  Wortes  fcKiyi'l'l'lll*  (thagauor)  vorangehen,
und  auf  der  Brosset’s  der  Anfangsbuchstabe  |J  deutlich  zu  lesen,
so  dass  aus  der  Form  des  Reverses  und  aus  den  Anfangs-  und
Ende-Buchstaben  dieser  beiden  Münzen  nothwendiger  Weise  zu
            
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