Über 17 unecHrte Münzen der rubenischen Dynastie.
283
Rv. f 1' UH) (Hatjal i Uaialln
Sis, d. i. geprägt io der Stadt Sis). Ein Löwe nach links
schreitend, ohne Krone. AL.
Cabinet der Mechitharisten-Congregation in Wien.
Diese Münze verdient wegen der Neuheit ihrer Umschrift Beachtung;
sie ist nämlich die einzige der bisher bekannten, auf welcher
sich der Name des Königs im Genitiv befindet. Auf den andern
Münzen kommt er immer im Nominativ vor, z. B. ]
M)J‘ ABOIHV (Leon thagauor Hajoz, d. i., Leon, König der
bei den in der Türkei wohnenden Armeniern ausgesprochen werden, steht im
Widerspruche mit dem Verhältnisse, welches das armenische Alphabet seit
dem Anfänge des fünften Jahrhunderts zum griechischen oder lateinischen
Alphabet hatte. Z. B. in früheren Zeiten das (der zweite Buchstabe des
armenischen Alphabets) entsprach ganz genau dem griechischen ß oder lateinischen
b, während jetzt ein grosser Theil des armenischen Volkes es als p
ausspricht, so auch das (der dritte Buchstab) war das Äquivalent des
griechischen = g, das — 6“ — d, das 1\t=x = k oder c, das = tt = p,
das g = t ; == t u. s. w., welche jetzt als fc, t, g, b, d ausgesprochen werden.
Aber ein nicht unbedeutender Theil der Nation, und besonders die in Russisch-Armenien,
Persien und Ostindien wohnenden Armenier erhalten das ursprüngliche
Verhältniss bis zum heutigen Tage auch in ihrer Aussprache, sie sprechen
daher das ^ wie b, das S' wie g u. s. w. aus. Hier ist nicht der Ort es zu
beweisen, welche von beiden Aussprachen die natürlichere oder die richtigere
sein kann. Es genügt uns hier nur allgemein zu bemerken, dass wir, trotz der
jetzigen Aussprache es vorgezogen haben, an der früheren oder andern
ursprünglichen Verhältnisse des Alphabetes festzuhalten, indem wir überzeugt
sind, dass das letztere sicherer sei, und die alte Schreibart so vieler Eigennamen
sowohl als überhaupt die ursprüngliche Harmonie des armenischen
Alphabets mit denen des Abendlandes nicht stört, und folglich haben wir das
p. durch b (nicht /?), das ^ durch g (nicht Zc), das l| durch k (nicht g), das
(ch durch th u.s.w. gegeben; so haben wir Rüben, Thagauor,Kostantin u.s. w.
geschrieben, statt Rupen, Takauor, Gosdantin u. s. w. zu schreiben, wie
manche, gestützt auf die heutige Aussprache, es thun. Ferner haben wir
das durch & ausgedrückt. Das *1^, welchem man schlechtweg den Gutturallaut
gh oder den eines arabischen ^beilegt, geben wir hier durch ein 1,
um es von einem blossen 1,(0 £ii unterscheiden als auch zu bezeigen,
dass es dem 1 oder einem weichen l gleichkommt, wie die Vergleichungen
bestätigen. Demnach haben wir den hier oft wiederholten Namen 'KU/LJU.'!'
(Stadt) nicht Kagliak sondern K'aiatf umschrieben. Das e haben wir
statt des armenischen das e statt ^ das ds statt gebraucht.