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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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P.  Clemens  Sibiljan.

Die  hier  beschriebenen  Münzen  zerfallen  in  Münzen  von  Königen, ­
  von  denen  bisher  noch  gar  keine  bekannt  geworden  waren,  und
in  Münzen  von  Königen,  von  denen  wir  schon  Münzen  hatten,  aber
nicht  von  derselben  Prägung,  Form  oder  demselben  Metalle  wie  diese.
Hetlium  I.  (1224  —  1270)  und  Ala-eddin  (  1219  —  1236).
Nr.  1.  Avers,  f  J.'f'MIMr  fWl'UMIP  AUOIKi  (Hethum
thagauor  Hajoz,  d.  i.  Hethum,  König  der  Armenier).  Der  König
mit  der  Krone,  rechts  reitend,  im  Felde  ein  Kreuz.
Revers.  ölLUl  As-sultan
jjjJIÜ.  ...  ._jll  Al-mu....  ala-eddin
y  Kajkobad  ben
Kajkhosrew
Königlich-preussisclies  Museum  in  Berlin.
Die  historische  Wichtigkeit  der  von  uns  hier  mitgetheilten
Münze  besteht  darin,  dass  sie  zu  den  Zeiten  des  Vorgängers  Ghajaseddin’s
  angehört,  nämlich  dem  Sultan  Ala-eddin  Kaikobad  ben  Kaj
Khosrew.  Sie  ist  ein  Unicum  und  unterscheidet  sich  wesentlich  von
den  bisher  bekannten  zweisprachigen  Münzen.  Es  fehlen  auf  derselben ­
  der  Prägeort  Sis  und  die  Jahreszahl,  was,  wie  später  dargethan
  werden  wird,  auf  keiner  der  bisher  verölfentlichten  zweisprachigen ­
  Münzen  der  Fall  ist;  ferner  sind  in  der  Umschrift  die
Buchstaben  f)  und  (*  des  Wortes  (Thagauor)  nicht
vereinigt,  wie  auf  den  übrigen  derartigen  Münzen.  Im  Felde  findet
sich  weder  der  Stern,  noch  der  Mond,  sondern  nur  das  Kreuz.
Ala-eddin  regierte  vom  Jahre  616  bis  634  der  H.  (1219  bis  1236
n.  Chr.),  und  unsere  Münze  ist  daher  zweifelsohne  König  Hethum  I.
zuzuschreiben,  der  vom  Jahre  1224—1269  regierte.
Zweisprachige  Münzen  König  Hethum’s  I.  sind  schon  bekannt,
und  auf  allen  findet  sich  die  Jahreszahl,  obwohl  hei  einigen  nicht
deutlich,  und  der  Prägeort  Sis  ist  jedesmal  deutlich  zu  lesen.  In
keinem  zweisprachigen  Stücke  fehlt  die  Jahreszahl,  ob  auch  Herr
Langlois  (Nr.  11,  Taf.  I)  von  einem  Stücke  behauptet,  dass  es  ohne
Jahreszahl  sei;  am  Rande  der  Münze  sieht  man  aber  die  Buchstaben
der  Jahreszahl,  wenn  auch  nicht  leicht  lesbar.  Langlois  hat  diese
Münze  nach  Brosset’s  Taf.  I,  Nr.  12,  nachgebildet,  wo  sowohl  die
Buchstaben  der  Jahreszahl  als  auch  der  Prägeort  ersichtlich  sind.
            
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