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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Berichte  aus  und  über  Abyssinien.

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am  besten  geeignet,  mit  den  äusserst  pikanten  abyssinischen  Pfeffersaucen ­
  in  Gemeinschaft  gespeist  zu  werden.
Dagussa  ist  Eleusine  Tocusso  (sollte  eigentlich  genannt  worden ­
  sein:  Dagussa),  wird  ebenfalls  zu  Brod  benützt,  ohne  jedoch
beliebt  zu  sein;  dagegen  eignet  sich  Dagussa  besonders  zu  Bier  und
ist  dessbalb  den  Abyssiniern  stets  erwünscht.  Diese  Getreideart  verlangt ­
  warme  und  heisse  Gegenden.  —  Mais  gibt  es  eine  Menge  Arten
und  Varietäten,  nämlich  Büsehelmais,  Sorghum,  welche  zu  Brod
und  zu  Bier  benützt  werden.  Zea-Mais  kommt  auch  vor,  doch  nur  an
wenigen  Stellen  so  häufig,  dass  er  zu  Brod  verwendet  wird.  Etwas
ist  aber  allenthalben  angebaut,  und  da,  wo  er  nur  spärlich  vorkommt,
dienen  die  Körner  nur  als  eine  Art  Naschwerk.
Vom  Granit  habe  ich  noch  zu  erwähnen,  dass  er  sich  auf  allen
Höhen  zeigt,  doch  liegt  er  von  4000'  abwärts  am  häufigsten  zu  Tag.
Eisenthon  und  Sandstein,  gewöhnlich  auch  Trachyt,  haben  Plateauform; ­
  Urthonschiefer  bietet  wellenförmige  Abfälle  zu  den  Thälern
und  trägt  oben  die  merkwürdigen  Eisenthonebenen.
Die  unzähligen  Plateau’s  des  Eisenthons  und  Sandsteins  erscheinen ­
  dem  Auge  als  gleich  hoch,  sie  haben  jedoch  eine  leichte  Senkung ­
  in  der  Richtung  nach  Südwest.  Obschon  sich  aus  denselben
manche  hohe  Trachytberge,  selbst  kleine  Gebirgsreihen  erheben,
so  ist  doch  deren  Senkung  sowohl  vor,  als  hinter  diesen  aus  ihnen
emporsteigenden  Bergstrichen,  eine  weithin  regelmässig  constant  fortlaufende, ­
  derart  also,  dass  sie,  diese  Eisenthon-Plateau’s  in  ihrer
Vereinigung,  eine  unermessliche  Ebene  bilden,  welche  unendlich
durch  gewöhnlich  ganz  enge  aber  tiefe  Tliäler  zerrissen  ist,  und  deren ­
  Hauptüberblick,  je  nach  dem  Gesichtspuncte,  hie  und  da  durch
einzelne,  hie  und  da  auch  durch  mehrere  Trachytberge  mehr  oder
weniger  gestört  wird.
Dieses  derart  zerrissene  Plateau  des  Eisenthons  und  Sandsteins
bat  im  Nordosten  ,  wo  es  nach  dem  rothen  Meere  hinabblickt,  die
Höhe  von  8000';  hier  ist  es  über  200'  mächtig,  und  der  Sandstein
ist  die  vorherrschende  und  zu  oberst  liegende  Bildung;  bei  Adoa
hat  es’die  Höhe  von  6300';  hier  fängt  der  Sandstein  an  zu  verschwinden, ­
  fast  nur  Eisenthon  ist  da,  dessen  Mächtigkeit  kaum  nur
100'  beträgt.  Dies  ist  4  Tagreisen  vom  ersten  Punct  südwestlich.
Wiederum  4  Tagreisen  von  da  nach  Südwest  hat  dieses  Plateau  nur
die  Höhe  von  5500',  zeigt  nur  Eisenthon  von  geringer  Mächtigkeit
            
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