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Fi'ol'. Schleicher.
sisch) ■— ein Factum, welches nicht erklärt wird, wenn man sie nur
für ein rein phonetisches Erzeugnis hält.
Der bisherigen Ansicht hleibt nichts anderes übrig, als Formen
auf -tß- von «-Stämmen: ii/Vtjbh u. s. w. (s. o.), für sehr unorganisch
zu erklären. Auf der anderen Seite aber sollten Adjective,
welche wirklich den «-Stämmen der verwandten Sprachen entsprechen
(cfr. )("lvlTp'k lit. kytrüs, Gen. kytraus, mit den analogen Bildungen
im Sanskrit, wie z. B. C'kiT’k lit. sotüs) deren sich mehrere
nachweisen lassen, nie die Zwischensylbe annehmen, dieselbe
also gerade da nicht stattfinden, wo sie organisch wäre, während
sie sich weit über ihre natürlichen Grenzen hinaus über «- und i-Stämme
verbreitet hätte. Es ist eine bedenkliche Sache, wenn man
in einer Sprache solche gründliche Desorganisation statuirt. — Formen
, wie rocnoAd, rocnoA«Y u. a. harte Formen, in der späteren
Sprache noch häufiger, sind auf ganz regelrecht sprachgeschichtlichem
Wege entstanden durch das Umspringen der selteneren z-Deelination
in die vorherrschenden «-Formen und haben mit -cm-, -eßnichts
zu tliun; neuere Dialekte bieten von der Declination rocTh
nur Spuren, das ist begreiflich, und die im Indogermanischen noch
viel selteneren «-Formen sollten nicht nur diesem Loose entgangen
sein, sondern sogar die «-Formen in ihr Bereich theilweise hereingezogen
haben ?
Eine unbefangene Betrachtung, dünkt mich, findet auch im Slawischen
in Bezug auf die Nominalstämme das Ergebniss vor, welches
wir nach Massgabe aller sonstigen sprachgeschichtlichen Erfahrung
allein erwarten können: die seltenen «-Stämme sind durch die überwiegende
Analogie der «-Stämme verdrängt, und ihre Declination
fällt somit mit der «-Declination unterschiedlos zusammen: sie sind
in «-Stämme übergegangen '). Wir haben uns demnach für die Erscheinungen,
die man auf ein auslautendes Stamm-« zurückführt,
nach anderer Erklärung umzusehen.
*) Sichere Spur eines u-Stammes linde ich nur in iue,\u kAi', aicakmi'u. In diesen
nach der Bedeutung zu schliessen uralten Wörtern hat sich, wie nicht selten
in Zusammensetzungen und Ableitungen, erhalten, was sonst verloren ging.
Dass einmal einc-aiHOBH und c-uiHOne ähnlich klingt wie FFTST «• s. w.
e\
vermag nichts gegen die Fülle anderweitiger Erscheinungen zu beweisen.