lieber v vor den Casusendungen im Slawischen.
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chung dieses Punktes von Wichtigkeit. Oh es mir gelingen dürfte
eine befriedigendere Erklärung zu geben, bezweifle ich mehr als
dass sich die Bedenken gegen die bisherige Auffassung als gegründet
heraussteilen werden.
Als Grundlage meiner Untersuchung nehme ich die Darstellung
der in Rede stehenden Spracherscheinung, wie sie für das Kirchenslawische,
Russische, Serbisch-Illyrische, Alt- und Neuböhmische,
Polnische, auf welche Hauptdialekte ich mich beschränken zu dürfen
glaube, in den besten grammatischen Werken vorliegt. Ich lasse die
von mir angezogenen Gewährsmänner hier mit ihren eigenen Worten
reden: würde ich selbst das Bild jener Spracherscheinung entwerfen,
so könnte leicht meine Ansicht auf dasselbe unbemerkt Einfluss
nehmen oder mich doch leicht der Verdacht treffen, meiner Auffassungsart
zu Liebe einzelne Züge jenes Bildes zu scharf markirt,
andere verwischt zu haben.
Kirchen-Slawisch. Miklosich, Formenlehre der altslovenischen
Sprache pag. 2 „im Sing. dat. und in allen Endungen des
Plurals, ohne Zweifel auch des Duals, erscheint häufig, vorzüglich bei
einsylbigen Substantiven, zwischen dem Thema und dem Casussuflix
die Sylbe ok, welche als euphonische Stellvertreterin des Tv angesehen
werden muss. Im Dual kann ich die Sylbe OB nur durch ein Beispiel:
C'kiNOROy’ *) belegen, was daher kommen dürfte, dass der Dual nicht
so gar häufig ist,” ebend. „Sing. Dat. Nach ob ist das Casussuffix H
nicht oy: OBoy kommt nie vor: EoroRH cod. sup. ant. glag. cloz. 3 )
13S, 908; neben coroy glag. cloz. 298, MHpoßH neben MHpoy,
CKINORH, TpOyAOßH, AP <> V TOßH 5 BparOBH, AIvBOBH, B'fccOBH,
•irtOB'kKOBH, rocnoAHNOBH, npaBbABHHKOBH ant. hark;
selten ist a^mobtv prol. 86, es heisst domum, ou«Ss 3 ); aus obh
st, so scheint es, OB'K und daraus oy hervorgegangen; häufig ist
obh bei fremden Wörtern : nonOBH, HCoycoßH , Hpo^OBH, iifTpOßH,
(ldBAOBH, ÜHAATORH , HOANORH, THTOBH , HOCHFORM , d^UMORH,
VPHCTOBH, apYHTpHKAHHOBH.”
*) Findet sich auch in den rpaMMaTH'iecitin iipannua /,u Vostokovs Ostromirmit
der Bemerkug o^HaHC^M BCTpinaeTea, fehlt aber im Wörterverzeichnisse.
2 ) Die Abkürzungen zur Bezeichung der Quellen behalte ich hier wie im Folgenden
unverändert bei. Dem Kenner der betreffenden Literatur sind sie verständlich,
für den Nichtkenner aber auch die volle Bezeichnung ohne Nutzen.
3 ) Eben desswegen nicht nothwendig ein Dativ.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. VITT. Bd. II. Hft.
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