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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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K  e  v  (l  i  n  a  n  d  W  o  1  f.

ders  mehr,  zu  schützen  weiss,  als  indem  sie  die  Herrinn  zu  Hülfe  ruft;
noch  während  diese  mit  geringem  Erfolge  sich  bemüht,  die  Liebesbrunst
  des  Schäfers  zu  mässigen,  erscheinen  der  Student  und  der
Mozo  Verabredetermassen  als  Galan  und  Gracioso,  um  der  Dama  und
der  Moza  die  herkömmlichen  Liebeserklärungen  zu  machen,  die  Anfangs ­
  allerdings  mit  Befremden,  dann  mit  Misstrauen,  endlich  aber
doch  unter  der  Bedingung  aufgenommen  werden,  dass  man  sich  von
den  ehrlichen  Absichten  und  standesmässigen  Qualitäten  der  improvisirten
  Liebhaber  vergewissern  müsse.  Natürlich  erhält  die
Zofe  diese  diplomatische  Mission,  und  damit  schliesst  die  zweite
Jornada.  Die  dritte  eröffnet  wieder  eine  ebenso  grobkörnige  Scene
zwischen  dem  zudringlichen  Schäfer  und  der  sich  dessen  kaum  erwehrenden ­
  Zofe,  die,  als  sie  ihn  endlich  losgeworden,  mit  dem  Roitjuugen
  Soriano  zusammentrifft,  und  nun  beginnt  ihn  über  seinen
Herrn  auszuforschen,  den  er  natürlich  für  einen  vornehmen  und
reichen  Edelmann  aus  dem  Geschlechte  der  Guzmanes  und  in  Toledo ­
  ansässig  ausgibt,  dabei  aber  unablässig  seine  eigenen  Liebeswerbungen
  bei  ihr  auf  nicht  viel  minder  handgreifliche  Weise  als
der  Schäfer,  wenn  auch  endlich  mit  mehr  Glück  betreibt,  indem  sie
nicht  nur  unter  sich  eins  werden  ,  sondern  auch  verabreden,  ihre
Herrschaften  zu  verkuppeln.  Hierauf  folgt  wieder  eine  ganz  miissige,
komisch  sein  sollende,  aber  sehr  platt-triviale  Scene,  in  welcher  der
Bachiller  Tripero  zur  Kaldaunenverkäuferinn  kommt,  ihre  Bekanntschaft ­
  durch  sehr  unzweideutige  Reminiscenzen  an  Jugendsünden
erneut,  und  ihren  Jungen,  den  Bobo,  anwirbt  zu  der  von  ihm
vorzunehmenden  Beschwörung  der  Heuschrecken  (ä  conjurar  la  langosta)
  das  nöthige  Geräthe  ihm  nachzutragen  (nämlich:  que  me  ha
de  llevar  —  una  estola  y  eamisas  —  y  el  hisopo  y-calderilla  —  y  el
libro  de  conjurar)  ;  als  sich  der  Tölpel  aber  über  seine  Verrichtungen ­
  bei  der  Beschwörung  praktisch  unterrichten  will,  verdirbt  er
das  Geräthe,  und  will  den  darüber  aufgebrachten  Bachiller  verlassen,
wenn  er  ihm  nicht  die  wohl  seine  Weisheit  verspotten  sollende
Frage:  „el  rio,  ^ado  va  ä  dormir,  —  cuando  quiere  anochescer?”  —
beantworten  könne.  Mit  dessen  Versprechen,  sie  ihm  beantworten  zu
wollen,  schliesst  die  dritte  Jornada.  In  der  vierten  erscheint  der
Vater  der  Salamantina,  empfiehlt  ihr  sehr  eindringlich  ein  eingezogenes ­
  Leben  zu  führen  und  ihren  guten  Ruf  zu  Avahren,  Avas  sie  natürlich ­
  verspricht.  Unmittelbar  darauf  folgt  wieder  eine  komisch  sein
            
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