Ein spanisches Frohnleichiuunsspiel vom Todtenlanz.
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nur über diesen Rückfall staunen kann. Aber auch für die Sittengeschichte
hietet sie, ausser eben dieser Thatsaehe, sehr wenig Bemerkenswerthes.
Wie äusserst dürftig und trivial die Fabel ist, wird
aus folgender Analyse erhellen. Ein Student und Soriano, ein verabschiedeter
herrschaftlicher Reitjunge (mozo de espuelas), treffen
sich, klagen sich gegenseitig ihre Annuth und Noth, wobei jeder die
wenig lohnenden Aussichten und um so grösseren Beschwerden seines
Standes schildert, und verabreden sich, eine wohlhabende Schöne
aufzusuchen und ihr den Hof zu machen, um dadurch zu Geld zu
kommen; sei es auch, indem sie sie bestehlen und dann sitzen lassen
sollten. Dazu müssen sie aber vor Allem bessere Kleider borgen,
was der Student durch den Credit seiner Freunde möglich zu machen
verspricht, und der eine als galanter Cavalier, der andere als sein
Diener erscheinen; die erstere Rolle fällt dem Studenten zu, der
Mozo bleibt durch Uebernahme der anderen in seinem Fache. Noch
bevor sie dies ausführen, kömmt ihnen ein betrunkene? Biscayer in
den Wurf, für welchen der Student um einen Real einen Brief an
dessen Angehörige nach Hause schreibt, und der Junge einer Kaldaunenverkäuferinn,
der Tölpel (bobo) des Stückes, dem sie in das
Haus seiner Mutter folgen, und als sie dort einen Schinken stehlen
wollen, von ihm ausgeprügelt werden. Müssige Scenen als komische
Würze aber vom gröbsten Schrot. Damit schliesst die erste Jornada.
Die zweite führt uns in das Haus der Heldinn des Stückes,
Salamantina, der Tochter eines wohlhabenden Landedelmannes, ein;
der von dem auf seinem Landgute abwesenden Vater gesandte Bote,
ein Hirte, überfällt gleich bei seinem Eintritte ins Haus keineswegs
mit arkadischen, sondern sehr brutalen Liebkosungen die Zofe 1 eresa,
die sich vor seinen handgreiflichen Zudringlichkeiten nicht an-Uebrigens
ist dieser 'Introito ein mit dem Stücke in gar keinem Zusammenhang
stehendes Quodlibet, in welchem der Autor (Verfasser oder
Schauspieldirector, wahrscheinlich beides zugleich) dem Publicum seine
Lazzi Vormacht (er selbst sagt davon: contando’s cosas de loco) die mitunter
sehr unanständig sind, und höchstens dadurch einen Vorgeschmack
von dem im Stücke herrschenden Ton geben; von dessen Argument aber
nichts enthält und nur kurz dessen am Schluss erwähnt:
que es vna farsa muy fina» Es un, muy nueuo argumento
llamada Salamantina; de vnos amores lingidos,
lo demas, bien lo vereys en cin.co autos repartidos . . .
su intento.