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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Habsburgiaclie  Exeurse.

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König  Friedfich  fuhr  fort,  dieselbe  mit  neuen  Gnaden  zu  bedenken; ­
  so  yerordnete  er  am  10.  Juli  1445,  der  Abtei  jährlich  50  Fuder
Salz  aus  dem  Salzwerke  zu  Aussee  zu  reichen  (Regesten  I,  Nr.  1939),
drei  Tage  später  befreit  er  sie  von  dem  Ungelde  ,  das  sie  von  dem
in  der  Stadt  und  Vorstadt  auszusehänkenden  Weine  entrichten  sollte
(13.  Juli  1445,  siehe  Regesten  I,  Nr.  1940).
Rereits  einige  Wochen  früher  (im  Juni  1445)  hatte  er  bei  100
Joch  Aeckcr,  100  Tagewerk  Wiesen  im  Hauthaie  bei  Lichteriwörth,
mehrere  Weingärten,  worunter  drei  bei  Fischau  sammt  Bergrecht
und  zwei  in  Ober-Enzersdorf  bei  Medling  waren,  ein  Haus  vor  dem
Ungertbor  —jetzt  zu  einer  Schäferei  verwendet—  und  einen  Garten
vor  dem  Wienerthor  hinter  dem  ehemaligen  Spitale  derselben  gegeben ­
  (kirchl.  Topogr.  XIII,  p.  7,  169).  Am  16.  Juli  1446  verleiht  er
dem  Kloster  ein  Wappen  (österreichischen  Schild,  im  weissen  Felde
ein  goldenes  Kreuz,  auf  demselben  eine  Infel)  und  die  Freiheit,  mit
rothem  Wachs  zu  siegeln  (siehe  Regesten  I,  Nr.  2026).
Im  Jahre  1447  liess  der  König  in  der  Klosterkirche  einen  Hochaltar ­
  errichten  (kirchl.  Topogr.  XIII,  S.  143),  der  von  Viktring
herkam  (?).
Am  18.  Februar  1449  machte  er  Lehengiiter  (Zehente  zu
Prodestorf,  Mitterndorf,  Walter  stör  ff),  die  das  Kloster  von  Margareth,
  Gattinn  des  Bernhard  Braun,  erkauft  hatte,  zu  freiem  Eigen
(siehe  Regesten  I,  Nr.  2550).
Der  zweite  Abt  des  Klosters,  Gottfried  von  Otterstef,  war  ganz
besonders  begünstigt  und  auf  des  Königs  Antrag  hatte  ihn  Papst  Nicolaus ­
  V.  zum  Executor  jener  Bulle  ernannt,  durch  welche  Friedrich
die  päpstliche  Erlaubniss  erhielt,  eine  Zahl  erledigter  Benedeien
(100)  zu  besetzen  (siehe  Regesten  I,  Nr.  2623,  vom  I.  Mai  1450
ein  Auftrag  König  Friedrich’s  in  dieser  Hinsicht).
Wir  sehen  aus  den  angeführten  Daten,  dass  König  Friedrich
einen  sehr  grossen  Theil  seiner  Zeit  und  seiner  Sorgfalt  auf  geistliche ­
  Stiftungen  und  ihr  Gedeihen  verwendete;  er  ward  desshalb  von
Ordens-Obern,  wie  von  einzelnen  Corporationen  förmlich  zum  Mitglied ­
  ihrer  geistlichen  Communitäten  aufgenommen  und  aller  der
guten  Werke  theilhaftig  erklärt,  welche  durch  sie
gewirkt  wurden.  —  Sovom  Augustiner-Eremiten-Ordens-Generalen
  am  23.  August  1444  (siehe  Regesten  I,  Nr.  1699),
vom  C  i  s  t  e  r  c  i  e  n  s  e  r  V  a  t.  e  r  -  A  h  t  e  im  Jah  re  1448  (siehe  Regesten  I,
            
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