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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Habsburgische  Excurse.

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Dem  Frauenkloster  Mün  cliendorf  bestätigt  König  Friedrich
am  1,  August  1443  alle  Freiheiten  und  Privilegien  (Regesten  I,
Nr.  1S0S)  und  in  einer  zweiten  Urkunde  (am  selben  Tage)  das  von
Herzog  Albrecht  (II.)  erhaltene  und  von  seinem  Vater  Herzog  Ernst
bestätigte  Privilegium  in  Betreff  der  Gerichtsbarkeit,  dass  nämlich
nur  des  Todes  würdige  Verbrecher  aus  den  Klosterleuten  dem  Landeshauptmann ­
  zur  Verurtheilung  auszuliefern  sind  („als  mit  Gürtel
umfangen”),  das  Habe  bleibt  dem  Kloster.  Pön  100  Mark  Gold!
(siehe  Regesten  I,  Nr.  1306).
Ein  ähnliches  Privilegium  wird  dem  Frauenkloster  Michelstetten ­
  am  29.  Jänner  1444  ausgestellt  (siehe  RegestenI,  Nr.  1597).
Zu  Laibach  machte  der  fromme  König  im  J.  1444  (13.  März)
eine  Stiftung  zu  Ehren  des  heiligsten  Altars  -Sacramentes,  mit

„hach  an  Montag  vor  Anthony  —  Anno  domini  Millesimo  quadragentesimo
„octavo’’—Der  dritt  laut  und  „Ich  Paul  Giowiczer,  des  Edlen  herfi
„lierrn  Jacobs  von  Stubenberg  verweser  in  Krain,  vergich  das  herr  Hart-«man
  ausriehler  der  Newnstifft  zu  Plettriacli  Chartuser  Ordens  hewt  vor
„mein  vnd  dem  Rechten  erfundn  vnd  ertailt,  ist  wardn  mit  völlig  vnd  mit
„frag,  wer  zu  den  güttern  icht  ze  spreclin  hat,  die  in  dem  Stifftbrieff  begriffen ­
  sind,  die  dieselb  Newstift  von  dem  Sliffter  bat,  der  sol  das  mit
„dem  ianndesrechtn  sucliir  von  dem  hewligen  tag  inner  Jarfrist,  gesclicch
„das  nicht  so  sol  der  egenant  Her  Hartman  vnd  sein  nachkomen  hinfür
„darumb  gennlzlich  gerubt  beleibn.  Es  ward  auch  erfunden,  das  das  also
„solt  berufft  werdii  offenleich  in  der  'S  ehr  an  y  und  dasselb  ward  auch  also
„berufft  —  Gehn  zu  Laibach  an  Mantag  nach  Gotsleiclinamstag  Anno  do-„mini
  etc.  Octavo’’  —  die  also  aigenlicli  vor  gericht  gelesen  gehört  vnd
vernomen  sind  wordn  vnd  der  egenant  Prior  gab  durch  seinen  Redner  darauff
  zu  erkennen  wie  das  dieselbn  obberüpttri  Gericlitsbriff  etwas  an  Insigellii
  vnd  betscliaftri  verseret  wer»,  die  darauf!  aigenlicli  vor  gericht  besiclitet
  vnd  rechtgeuertigt  sind  fundii  wardn  vnd  er  batt  darauf!  ze  fragen,
ob  ich  im  vnd  seinem  Convent  vnd  irn  nachkomen  dieselbn  gerichtbrieff
billeicli  durch  ain  andern  czewgbrieff,  den  ich  in  darumb  von  gericht  sol
gehn  zu  recht,  zu  krefth  gesprochn,  damit  derselb  zewgbrieff  hinfür  kunfftiklich
  bey  krefften  beleibn  vnd  vernewet  sein  sol.  Vnd  ich  vnd  ain  yeder
kunfftiger  Haubtman  oder  verweser  in  Krain  suiln  den  egenantii  Prior  sein
Convent  vnd  ir  nachkomen  bey  solhen  güttern  sollier  Slifft  haltn  vnd  darauf! ­
  vestikleichen  schermen  als  recht  ist  vnd  dos  ist  dem  obgenantii  Prior
seinem  Convent  dieser  Zewgbrieff  auf!  hewt  von  gericht  erfunden  wardn,
den  ich  in  gegenwurtikleicli  gib  vnder  meinem  anliangunden  Insigel.  Geben
zu  Laibach  an  montag  Sannd  Petter  vnd  sannd  Pauls  tag  apostolorum  Nach
Cristi  geburd  tausent  vnd  vierhundert  Jar  vnd  darnach  in  dem  funffezigisten
  Jare.”  Orig.  Perg.  1  Siegel.  (Geh.  Hausarchiv.)
            
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