M u t h.
668
(-)- 1 und 3) 1387 = 5548 Verszeilen; nun ist 72 X 77 - 5544:
es wäre damit eine grosse Congruenz erreicht, da die Differenz
nur vier Zeilen beträgt und eine der beiden Strophen leicht
auch schon in der Vorlage gefehlt haben könnte, aber, wie
gesagt, der Abgang der Uebcrschriften macht Alles schwankend,
und es geht nicht an, auf obiges Resultat hin das Blatt
frischweg für das 78. einer verlorenen Handschrift zu erklären.
Die Einrichtung gleicht der, die ich, bis auf die nicht
nachweisbare Auszeichnung der zweiten Zeilen für den gemeinsamen
Stammcodex aller, wahrscheinlich gemacht habe (Zeitschrift
f. d. Phil. 8, 465); Uebereinstimmungen MA > BC
(s. o.) beweisen, dass sie auf /, den Archetypus der Vulgata
zurückgeht, ein Umstand, der zu genauester Beachtung herausfordert
und den Verlust der Handschrift als einen empfindlichen
erscheinen lässt.
M.
Seite 1, Spalte a.
1329. Sw az ie gvter tvgnde an vrohn helchn lac.
d' vleiz sich nv vrowe . C . dar nach vil mägü tach.
Di sitte si lerte herrat div ellnde meit.
div hete tögnlichn nach helchii groziu leit.
1330. Den vremde vü du chvdii was si vil wol bechät.
di tahte daz nie vrowe beseze eines chvges lät.
Bezer vn milt' daz hete si f$r war.
daz lop si toch zen hivne vnz an drivzehnde iar.
1331. Nv hete si wol erc.hvnen daz ir niem wid' stet.
Also noch fvrsten wibe chvnge rechil tvnt.
Vn daz si alle zite zwelf chvge vor ir saeh.
si gedalit vil maniger leide d * ir da heime geschach.
1332. Si 1 gedalit och mager ern vö niblvnge lät.
d' si was gewaltich vn di ir Hagne hant.
Mit Sivrides tode hete .gar benomen.
ob im daz noch im' vö ir ze leide mohte chofn.
1333. Daz geschehe ob ich in mohte bhgen T daz lät.
ir träte daz ir gienge vil dicche an der hat..
Giselher ir brvder si chvstn zaller stvnt.
vil ofte in senftem slafe sit wart in arweitn chvt.
1 Rothe Initiale.