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M u t h.
10. Rumolt der kuchenmeister, ein uz erwelter degen,
Sindolt und Hünolt, dise heren muosen pflegen
des hoves und der eren, der drier künege man,
sie heten noch manegen recken, der ich genennen nicht enkan.
Wie sie da stehen, können die drei Strophen freilich nicht
unmittelbar auf einander gefolgt sein; aber die erste trägt in
der fast wörtlichen Wiederholung des Gedankens, der schon
zu Anfang ausgedrückt ist, in der Schlusszeile, wie Lachmann
richtig hervorhebt, alle Kennzeichen einer Aenderung. Die
symmetrische Anordnung von je zwölf Helden war, wie a. a. 0.
S. 309 zu Klage 816 gezeigt ist, alte Kunsttradition der Volksdichtung;
der ritterlichen Kunstübung geht sie, etwa wie der
Gebrauch der Heptaden, eben damals verloren; in der Klage
noch deutlich — Lachmann’s Beispiele lassen sich leicht vermehren:
im I. Liede Kl. 166—273 werden 12 Gefallene aufgezählt,
in drei Gruppen 4 Fremde, u. zw. Bloedelin, Hermann
von Polen, Sigeher von Walachen, Walber von Türkei;
4 Deutsche, wobei zu der gewöhnlichen Reihe Irnfried, Hawart,
Iring noch Rüdeger tritt; 4 Burgonden, nämlich Hagen mit den
Königen; im IV. Liede Kl. 1147—1214 tritt allerdings zu 4X3,
den Königen, Etzel’s Hause: Kriemhild, Ortlieb, Bloedelin,
dreien Burgonden: Hagen, Volker, Dancwart und den drei
Deutschen als dreizehnter Rüdeger; das V. Lied 1265 zerfällt
in drei Abtheilungen, deren jede vier Personen beschäftigt,
indem Botschaft werben Etzel, Dietrich, Plildebrand durch
Swemmelin, der auf der Reise verständigt die Markgräfin
Frau Gotelinde mit ihrer Tochter, Pilgrim und Else, während
in Worms auftreten Ute und Brünhild, Sindolt und Rumolt —-lassen
sich im Biterolf nur mehr Spuren, Gruppen zu 13, 18, 24,
nachweisen. Wir sehen die höfischen Sammler und Sagenencyclopädisten
von der überlieferten Kunstform hierin, wie
in Wichtigerem, abweichen; der Art mittelalterlicher Sammler
entspricht es auch ganz, eine in zwei Variationen oder Versionen
zu ihrer Kenntniss gelangte Thatsache zweimal vprzuführen,
wofür neben vielen Contaminationen der nordischen
Sagaen die zweimal nacheinander erzählte Nachtwache Hagen’s
und Volker’s in Heunenland, XVI. und XVII. Lied, als hinreichender
Beleg gelten mag, so dass es nichts Auffälliges ist,
dass hier nach Vollendung der Aufzählung vom Redacteur der