Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

594

Rz  ach.

St.  tXa.  Von  diesem  Stamme  lesen  wir  den  Imperativ
Präs.  iXy;6:  B  693  nach  y  380  n  184;  neben  dieser  F  orm  mit
y;  aber  gebraucht  Apollonios  auch  iXaOt  A  1014.  1600  iXa-re  A  984.
1333.  1411.  1773,  das  die  regelmässige  Bildung  vom  St  tXa
repräsentirt;  dies  letztere  nahm  der  Dichter,  da  es  bei  Homer
nicht  vorkommt,  offenbar  nach  Kallimachos’  Beispiel  auf:
Hymn.  Dem.  139;  übrigens  vgl.  tXap.at  Hom.  Hymn.  XXI  5
und  Nauck  Bull.  1875,  505.  Die  übrigen  Formen  dieses  Stammes
sind  nach  der  thematischen  Conjugation  gebildet  IXaecQai  B  847
A  479  (vgl.  Hom.  B  550  iXäovrai).  Daneben  verwendet  Apollonios ­
  sowohl  IXdcy.op.at  z.  B.  tXäcjycmai  F  1140  als  auch  iX-^/.ot?
B  708  nach  dem  homerischen  lX^y.Y)ci  o  365.
9.  Iterativbildungen.
Unser  Dichter  hat  von  diesen  der  epischen  Sprache
besonders  eigenthümlichen  Bildungen  einen  ausgedehnten
Gebrauch  gemacht.  Nicht  nur  nahm  er  viele  der  bex-eits  vor
ihm  vorkommenden  Fälle  in  sein  Epos  auf,  er  gestattete  sich
auch  mehrfache  Neubildungen.  Während  wir  jedoch  in  den
homerischen  Gedichten  Iterativa  aus  den  Stämmen  des  Präsens,
des  starken  Aorists  thematischer  und  nicht  thematischer  Bildung, ­
  endlich  aus  dem  schwachen  Aorist  voi’finden,  gebraucht
Apollonios  einzig  und  allein  solche  aus  dem  Pi-äsensstamme.
Denn  die  Form  xapeßacy.s.  A  210,  die  er  einmal  nach  dem  homerischen ­
  oted;  Xe-f6p.evov  A  104  anwendet,  ist  ein  Imperfect  zu
dem  Präsens  ßacry.w,  wovon  der  homei’ische  Imperativ  ßacry.’  töi
öfter  vorliegt  (vgl.  Curtius  Verb.  I  274  II  378).  Die  itei-ative
Bedeutung  freilich  ist  an  manchen  Stellen  stark  verwischt,  was
uns  aber  nicht  Wunder  nehmen  kann,  da  dies  ja  mehrfach
schon  im  alten  Epos  der  Fall  ist.
Gemeinschaftlich  ist.  nach  der  Lehre  der  Alten  den  Iterativen ­
  der  Mangel  des  Augmentes:  E.  M.  p.  295,  14  za  •(ap
TO'.auxa  d^oßäXXouct  ty)v  ev  ap/vj  v.X’.z'.vJi}')  ev.zacy.  Aber  wie  sich
mehrfach  Spuren  des  Augmentes  bei  Homer  finden  (vgl.  Curtius
Vex-b.  II  379),  so  hat  auch  unser  Dichter  mitunter  augmentirte
Iterativfoi’men  gebraucht.  Misslich  ist  es  jedoch,  dass  die
Augmentspuren  sich  nur  bei  zusammengesetzten  Veiben  finden,
wo  also  der  Vers  kein  Kriterien  für  das  Vorhandensein  oder
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.