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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rhodios.

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zugreifen.  Weiter  ist  zu  nennen  das  gleichfalls  der  homerischen
Sprache  entnommene  Particip  ypsiiov  A  360  B  182.  314,  welches
als  Partie.  Präs,  zu  ypato  fungirt  (Plomer  6  79),  daneben  das
Medium  ypetcp.svw  A  413.  Die  jüngere  Form  ypswv,  welche  wir
Hom.  Hymn.  Apoll.  253  (neben  jenem  ypet'wv  Hymn.  Apoll.  393)
vorfinden,  weist  darauf  hin,  dass  wir  einen  Uebergang  von
ypdw  in  die  Gruppe  der  Verba  auf  ew  anzunehmen  haben  (wie
z.  B.  das  obengenannte  0p.6z.Xeov)  und  eine  dem  berührten  6w.ei6p.evoi
analoge  Bildung.  Ein  ursprünglich  zwischen  e  und  t  vorhandenes ­
  o  ist  natürlich  keinesfalls  anzunehmen,  vielmehr  liegt  in
ypeiwv  derselbe  Fall  vor,  den  Curtius  Verb.  I  344  für  das  homerische ­
  p.ayet6p.evd<:  p  471  statuirt,  das  er  aus  dem  St.  p.aya  ableitet.
Dieselbe  Bildung  ist  anzunehmen  bei  dem  defectiven
Particip  zpsiwv,  das  Apollonios  nach  homerischer  Weise  (0  31
X  48)  in  den  Formen  zpsicov  F  240.  1177  A  1009.  1069  zpeiWa
A  579  verwendet;  die  zu  Grunde  liegende  Wurzel  ist  zpa,  Curtius
Grdz. 4  154  (vgl.  auto-zpa-rap).
Ausser  den  angeführten  Beispielen  begegnet  uns  eine
weitere  derartige  Form,  die  bei  Homer  nicht  vorkommt,  ^ei'ouoav
A  734:  p-aXspoio  zupo?  ^eiouoav  äu-p,v;v  neben  tivt  A  1262  u.  s.
£6ov  T  273;  hiezu  kommt  das  Compositum  ava^eiouoa  A  391
aa-r’  ava^si'ouoa  ßapuv  yoXov  nach  der  allgemein  acceptirten  evidenten
Conjectur  von  Ruhnken  für  das  hdschr.  ävta^ouoa.  Das  alte  Epos
kennt  die  ältere  Form  mit  dem  Diphthongen  nicht,  wohl  aber
hat  Kallimachos  Hymn.  auf  Artem.  60  £ei'ovta.  Beide  alexandrinischen
  Dichter  bildeten  diese  Formen,  wofern  sie  nicht  in  der
uns  verloren  gegangenen  epischen  Literatur  ihnen  Vorlagen,
nach  den  homerischen  Mustern  ganz  regelrecht,  denn  die  Wurzel
ist  £sg,  woraus  durch  *£sojw  *?sjw  ?e£a>  ebenso  wird  wie  z.  B.  aus
*vsixeaj(o  Vc'.y.si'w.
C)  Verba  auf  ow.
Diese  erscheinen  theils  in  assimilirten,  theils  in  contrahirten
  Formen:
Zu  den  ersteren  gehört  iSpwov-a  A  1284  im  Versschluss
(die  Länge  des  Themavocals  erklärt  sich  durch  Ersatzdehnung
für  das  einstige  j),  Merkel  schrieb  gegen  die  Ueberlieferung
läpiitov-a,  was  nicht  gutzuheissen  ist,  vgl.  Homer  iSpwovta  X  372
lopwovtag  §  39.

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