Grammatische Studien zu Apollonios Rhodios.
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eingedrungenen es stand liier wie in anderen Aoristen der Art
ein r], indem der Stamm voeal die ursprüngliche Länge bewahrte,
vgl. hierüber Curtius Verb. I 195 II 59 sqq. besonders II 63.
Besonders bemerkenswerth scheint uns der Umstand zu sein,
dass Apollonios die beiden genannten Formen, da sie ihm als
reine Antiquitäten wohl ziemlich unverständlich waren, nur am
Versanfang (die angeführten Homer-Stellen nachahmend) und
auch nur im ersten Buche seines Epos verwendet hat (ebenso
wie das berührte foqsv, während das Homer geläufigere l'op.sv (i)
in einem späteren Buche vorkommt). Das letztere gilt auch von
den bei dieser Gelegenheit mit zu erwähnenden Formen yvwcout
A 661 (Homer z. B. Ä 302) und äwwci A 898. 1293 (Homer z. B.
A 137), die mit Uebergang in die thematische Conjugation gebildet
sind, den Stammvocal aber gleichfalls in der ursprünglichen
Länge zeigen.
b) bei Verben mit sonst thematischer Bildung:
1. im Präsens. Hier liegt bei unserem Dichter nur ein
scheinbarer Fall vor. Sicher finden sich bei Homer Spuren
von Conjunctiven thematischer Verba mit kurzem Modusvocal
im Präsens (vgl. Stier, Curtius Stud. II 138 und besonders
Curtius Verb. II 72 sq.), obzwar ihre Existenz mehrfach angegriffen
worden ist. Darnach könnte man allenfalls der Ansicht
sein, dass auch bei Apollonios ein solcher Conjunctiv vorliege
in B 1049, wo Amphidamas zu den Argonauten spricht: aXXz
Ttv’ ä'XXrjv [j.yjTiv itop!j6v(i>p,sv eiuppcOov, eil •/.’ eiuy-eXcai p.eXXets,
b’VYjoc |xsp.vY)|j.Evct, w? s^steXXev (L fxeXXeTai). Einen Indicativ
nach st •/.’ zu vertheidigen wird Niemandem einfallen. Bei
Homer Hesse sich damit vergleichen 3 672 to; äv EztcptoYEpwi;
vauxlXXEiat stvsy.a izonpoq, hier ist jedoch wahrscheinlich vauvAXs-a:
Aorist, indem entweder nach Peach vauTtXerat zu schreiben
oder nach Stier Stud. I 138 jenes als äolische Bildung zu
fassen ist wie o^sXXsisv II 651. Wir hätten 'es also mit einem
Conjunctiv Präs. [j.eXXete zu thun. Da sich nun aber keinerlei
Vorbild hiefür bei Homer finden lässt, so kann ich nicht
glauben, dass Apollonios auf eigene Faust einen solchen Conjunctiv
gebildet haben sollte; vielmehr steckt in der Ueberlieferung
ein Fehler: für •/.’ ist nämlich mit leichter Aenderung y'
zu schreiben, was ganz wohl zum Sinne passt. Damit ist der
Schwierigkeit einfach abgeholfen.