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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

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Grammatische  Stadien  zu  Apoilonios  Rhodios.  569
itoapievoc  o  443  vorfinden  und  die  sämmtlichen  bei  Apoilonios
mit  cc  überlieferten  Formen  diese  Gemination  an  ganz  derselben ­
  Versstelle  zeigen,  an  der  die  zweite  Silbe  jener  homerischen ­
  Formen  steht,  nämlich  in  der  IV.  Arsis  (bei  Homer
steht  übrigens  auch  StadjAevo«;  mit  der  zweiten  Silbe  in  der
II.  Arsis  t  339),  so  steht  zu  vermuthen,  dass  wir  in  der
Doppelung  des  cc  in  der  Ueberlieferung  des  Apoilonios  nur
eine  Aushilfe  zu  sehen  haben,  um  die  Quantität  dieser  Silbe
gegenüber  wYcä|ji.rjv  A  291  zu  erklären.  Denn  mit  kurzem  t  findet
sich  eine  Aoristform  dieses  Verbums  bei  Homer  nicht.  Apoilonios ­
  ist  unseres  Wissens  der  Erste,  der  in  diesem  Aorist  das
t  als  Kürze  verwendet,  spätere  Dichter  ahmten  es  dann  nach,
so  z.  B.  ausser  den  p.  448  erwähnten  Fällen  Orph.  Lith.  562.
563  oicacöx'.  neben  itcaxo  (mit  langem  i  in  der  IV.  Arsis)
Lith.  123,  wo  Hermann  gegen  die  Vulg.  otccaxo  schrieb.  Um
nun  diesen  dem  homerischen  Musterepos  fremden  Quantitätswechsel ­
  einigermassen  zu  maskiren,  griff  man  zu  dem  Mittel
der  Doppelung  des  c,  indem  man  einer  falschen  Analogie
folgend  sich  solche  Verba  zum  Vorbild  nahm,  die  berechtigter
Weise  in  der  älteren  Form  (mit  cc)  und  daneben  in  der  jüngeren
(mit  kurzem  Vocal  und  einfachem  c)  Vorkommen.  Ob  dieser
Vorgang  aber  auf  Rechnung  des  Apoilonios  selbst  zu  setzen
ist  oder  aber  auf  die  der  Schreiber,  ist  schwer  zu  entscheiden,
obzwar  ein  solcher  Fehlgriff  dem  Dichter  schon  zuzutrauen
wäre.  Für  das  Letztere  scheint  der  Umstand  zu  sprechen,
dass  er,  diesmal  freilich  richtig,  Formen  wie  äpsccr);  und  äpccca:
sich  gestattete,  ohne  dass  er  sie  im  alten  Epos  fand,  das  zufällig ­
  nur  solche  mit  einfachem  c  und  kurzem  Vocal  an  wendet.
Hiezu  kommt  noch  die  an  allen  Stellen  constante  Ueberlieferung. ­

II.  Von  den  epischen  Aoristen,  deren  Sigma  (wie  in  mehreren
griechischen  Dialekten)  zwischen  zwei  Vocalen  total  geschwunden ­
  ist,  verwendet  unser  Dichter  nur  homerische  Fälle  :
YjXsüw  A  797  vjXeuaxo  A  1498  aXeuxp,evot  A  91  T  886  A  111.
340  eijabeaicBe  B  339  eljaAsxcGx 1 .  B  319.  611  f  466.  600.
csüxx’  B  540  A  849.
iyjxxx  A  367  yjüv>  A  34.  613.  648  iyeuav  B  851  yeüzv  A  565.
1067,  woneben  einmal  auch  eyeav  B  902  vorkommt,  das
Homer  gleichfalls  nur  an  der  einen  Stelle  Q  799  kennt;  weiters
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  01.  LXXX1X.  Bd.  II.  Hft.  39
            
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