Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rhodios.

541

Dichter  ganz  besonders  in  Bezug  auf  die  Pronomina  gefolgt
ist,  die  Form  kffic  in  den  homer.  Gedichten  perhorrescirte.
Auf  der  anderen  Seite  wissen  wir,  dass  es  besonders
Aristarchs  Bemühen  war,  diese  Form  nach  Kräften  im  homer.
Texte  zu  halten,  wenn  wir  auch  nicht  zugestehen  können,  dass
er  sie,  wie  Brugman  a.  a.  O.  meint,  überhaupt  nur  zweimal
bei  Homer  vorfand,  an  allen  anderen  Stellen  aber  für  soto  einsetzte; ­
  vgl.  Hartel’s  Kecension  in  der  österr.  Gymnasialzeitschrift ­
  1876.  Gerhard  suchte  (Lectt.  Apoll.  93  sq.)  die  doppelte
Ueberlieferung  so  zu  erklären,  dass  er  krßc  der  zweiten  Recension
  der  Argonautika  von  Seiten  des  Dichters  zuschrieb,
während  in  der  ersten  Ausgabe  soio  gestanden  sei.  Doch  man
muss  fragen,  was  ihn  hiezu  bewogen  hätte;  das  Umgekehrte
Hesse  man  sich  allenfalls  gefallen,  indem  man  annehmen  könnte,
er  habe  das  in  den  homerischen  Texten  Vorgefundene  kf,oq
wegen  der  Schwierigkeiten,  die  dieser  Ausdruck  in  grammatischer ­
  und  sachlicher  Beziehung  bot,  nach  Zenodots  Vorgang
in  das  naheliegende  solo  geändert.  Doch  spricht  auch  gegen
diese  Annahme  wieder  der  Umstand,  dass  Apollonios  Ueberlieferung ­
  sonst  öfter  xoi-pbq  kolo,  wie  Zenodot  schrieb,  bietet
(A  667  B  475.  656  A  801.  1162),  ohne  dass  wir  auch  nur
einer  weiteren  Spur  von  kr t cc  begegnen.  Demgemäss,  glaube
ich,  ist  auch  an  der  obgenannten  Stelle  die  Ueberlieferung  des
Cod.  L  fvjoc  nur  als  eine  nach  den  aristarchischen  Schreibungen
im  Homer  in  den  Text  eingedrungene  Glosse  aufzufassen,
während  der  Cod.  G  die  genuine  Schreibung  des  Dichters  darstellt. ­
  Diese  Ansicht,  ey)o;  rühre  nicht  von  Apollonios,  theilt,
wenn  auch  nicht  ganz  entschieden,  Merkel  Proll.  LXXXIII,
entschieden  Brugman  a.  a.  0.
Ausser  in  Bezug  auf  die  3.  Person  Sing,  wird  sc;  (wie
das  Personale)  auch  für  den  Plural  dieser  Person,  dann  aber
auch  für  die  anderen  Personen  und  zwar  sowohl  im  Singular
als  im  Plural  angewendet;  und  zwar
b)  für  den  Plural  der  3.  Person,  statt  c<fiq  oder  aas-spo;  :
A  617  o'w.  olov  auv  t^giv  sou;  sppaiaav  bv.ohctc  ap.cp’  suvyj,  itav  3’
apoev  op.ou  yevo;.  A  1113  tota:  3s  MaxpiaSs;  axomat  za!  icäca  irspair,
Qprjtxtr,;  sv!  yspaiv  sai;  7tpou<podvsT’  iSsaOai.  Das  Schob  tadelt  hier
den  Gebrauch  von  kcäq:  To  cs  -/spciv  saT;  oüx  su  ei'pnjxsv  •  ö^siXe
■yap  o<pE-tspai;.  B  36  ximxz  3’  eyyüO'.  yßpov  saobxa  xa7mpavcs<;  Usv
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.