Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

513

m

Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rhodios.

beweiskräftig.  Wollte  inan  aber  etwa  in  dieser  Form  eine
Dativbildung  sehen  mit  der  Endung  «an  wie  in  üläut  bei  Homer
und  Apollonios  und  äpvact  bei  Arat.  1104,  so  wäre  erst  noch  die
Länge  des  ersten  a  unerklärt.  Wir  sind  vielmehr  der  Ansicht,
dass  die  einfache  Aenderung  Brunck’s,  wobei  die  mit  dem
sonstigen  Gebrauch  des  Dichters  durchaus  übereinstimmende
Form  xepassci  nach  der  Ueberlieferung  bewahrt  bleibt,  der
ursprünglichen  Fassung  der  Stelle  zunächst  kommt.  Auch  Kallirnachos
  kennt  nur  die  Form  •/.spasccnv  Hymn.  Apoll.  62.  —  Den
Accus.  Flur,  finden  wir  nur  einmal  ispä  A  1410  mit  der  aus
der  Contraction  hervorgegangenen  Länge  des  a.
Den  Vocal  des  Ausganges  a?  verändert  ouSaq  (A  1516)  im
Genetiv  oüSso?  F  22.  1022  A  536.  726,  und  im  contrahirten  Dativ
oüoe!  B  827  in  der  IV.  Arsis  (o^j  S’  Sys  y.Xay::ac  oüSst  xegsv)  und  A  952
iin  Versschluss  (v)  8’  oüxore  xtXvatat  oüSst);  hiezu  kommt  y.wa?
(im  Nomin.  und  Accus,  sehr  oft)  im  Dativ  Plur.  y.wsc:v  A  1090.
Adjectivstämme  auf  sc.
Bei  diesen  kommt  nur  die  Frage  nach  der  Contraction
in  Betracht.  Die  zahlreichen  Genetive  Sing,  sind  durchwegs
offen.  Im  Dativ  jedoch  begegnen  wir  neben  OodiSst  F  224.  867
xspivjys!  A  950  folgenden  Contractioneu  in  der  Arsis:  äy.pxEt
^Effiopw  B  721  im  Versanfang;  die  Leseart  äy.past,  die  G  bietet,
ist  unstatthaft,  da  sonst  auch  bei  Apollonios  das  naturgemäss
lange  <x  (aus  *äy.p<*fV,c)  seine  Quantität  behält:  A  606  xctyyu  p.a/d
ay.p(rfe  A  1224  t ar/.pa.r l q  ^Cifiev  ü-ex.  Ate?.  Weiter  lesen  wir  aoTsp,sst
te  ßir;  A  1375  (III.  Arsis)  •/a/c/.oßapel  po-aXw  A  1196  (III.  A.);
hiezu  kommt  suGcpEtpel  svcoOev  cxXu  A  368,  wo  die  contrahirte
Silbe  vor  folgendem  Vocale  in  der  bukolischen  Diärese  gekürzt ­
  wird.  —  Die  sehr  zahlreichen  Accusative  Sing,  bleiben
gleichfalls  offen  bis  auf  folgende:  yatvifev?)  etcaro  Aaov  F  1186
(von  Weilauer  aus  dem  verderbten  '[vt]yevY)  des  L  mit  Hilfe
des  Schob  hergestellt);  die  contrahirte  Silbe  ist  vor  folgendem ­
  Vocale  in  der  bukolischen  Diärese  gekürzt.  Durch  die
Stellung  an  der  Spitze  des  Verses  entschuldigt  sich  die
contrahirte  Form  p.cuvo'i'evi)  o'  'Ey.avrjv  F  1035;  ebenso  durch
die  Stellung  der  contrahirten  .Silbe  in  der  111.  Arsis  und  Hauptcäsur
  der  Accusativ  süy.ap.xr (  F  1388:  apxrjv  euy.ap.xr;  vsoÖ^ysa  /spat
p.sp.apx«?;  endlich  ist  noch  vvjy.spov)  B  482  (in  der  III.  Arsis
und  llauptcäsur)  anzuführen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.