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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

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R  z  a  c  li.

Halten  wir  nun  die  Ausgänge  a  15  und  rfi,  deren  Stellung
im  Verse  im  Vorhergehenden  entwickelt  worden  ist,  einander
gegenüber,  so  lässt  sich  keine  bestimmte  Norm  angeben,  die
den  Dichter  bewogen  hätte,  einmal  acq,  das  andere  Mal  pq  zu
schreiben.  Keine  Versstelle  ist  der  einen  oder  andern  Endung
ausschliesslich  eingeräumt,  ausser  etwa  die  erste  Arsis,  wo  wir
nur  fjq  und  v/jq  treffen,  was  bei  der  Singularität  dieser  zwei
Fälle  nicht  viel  heissen  will..  Man  könnte  sagen,  Apollonios
habe  regellos  von  den  Formen  auf  Y]q  Gebrauch  gemacht,  weil
er  sie  bei  Homer  vorfand,  allein  diesem  Finwurf  müssen  wir
entgegnen,  dass  er,  wenn  er  sich  in  diesem  Puncte  hätte  an
Homer  halten  wollen,  gewiss  nicht  die  Formen  auf  attq  in  so
grosser  Zahl  zugelassen,  vielmehr  dem  alten  Ausgange  auf  Yjq
mehr  Kaum  gegönnt  hätte.  Vielmehr  werden  wir  nicht  fehlgehen,
wenn  wir  annehmen,  dass  die  bei  Apollonios  in  der  Ueberlieferung
enthaltenen  Dativausgänge  auf  pq  auf  Rechnung  der  Abschreiber
zu  setzen  sind,  indem  einerseits  homerische  Reminiscenzen  sie
dazu  bewogen  und  sie  anderseits  durch  den  Gleichklang  des
Vocals  bei  den  in  der  Nähe  stehenden  vielen  Dativen  auf  vjai
verleitet  wurden,  statt  aiq  vjq  zu  schreiben,  so  z.  B.  I'  1339
A  1067.  Dass  dann  auch  andere  Stellen  geändert  wurden,  ergab
sich  von  selbst,  aber  die  ursprüngliche  Lesung  zeigt  sich
mitunter  doch  noch,  vgl.  T  1227,  wo  das  richtige  «1$  von  dem
Scholion  bewahrt  ist,  A  42,  wo  die  zweite  Hand  aiq  nachbesserte.
Hiezu  kommt,  dass  die  Zahl  der  Ausgänge  auf  v]q  recht  spärlich
ist.  Es  ist  sicherlich  kein  allzu  kühnes  Wagniss  gegenüber
86  Dativen  auf  aiq  (hiebei  ist  das  A  806  aus  der  corrupten
Ueberlieferung  von  L  herzustellende  Sopomjraiq,  vgl.  Et.  M.,  nicht
mitgerechnet)  18  Fälle  auf  vjq  (da  zwei  unsicher  sind)  für  verwechselt ­
  oder  verschrieben  zu  erklären.  Wie  häufig  derartige
Verwechslungen  von  Flexionsausgängen  Vorkommen,  darauf  hat
Wellauer  in  der  Note  zu  I'  1020  hingewiesen,  wo  er  über  das
Durcheinandergleiten  der  Ausgänge  oiai  und  pcu  in  den  Hdschr.
des  Apollonios  spricht.  Wie  leicht  war  es,  neben  330  Dativen
auf  y]gi  etliche  Male  den  Ausgang  pq  statt  aiq  zu  schreiben!
Nehmen  wir  die  überlieferten  Ausgänge  auf  yjq  zu  denen
auf  aiq  nun  hinzu,  so  ergibt  sich  die  Tlnitsache,  dass  Apollonios
mit  Vorliebe  die  ältere  Endung  auf  yjg  1  brauchte,  sie  repräsentirt
  drei  Viertheile  sämmtlicher  Dative  Plur.  der  A-Stämme,
            
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