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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rhodios.

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Poppa
  mit  der  ersten  Silbe  in  Arsi  lesen  wir  T  37.  845
A  68.  251  opp'  A  769  B  718;  doppeltes  p  ist  sowohl  in  L  als  G
durchgängig  geschrieben;  ebenso  muss  Topp’  A  526  F  867  A  582
geschrieben  werden,  wenn  auch  hier  die  Ueberlieferung  es  nicht
überall  bietet.  L  hat  an  der  ersten  Stelle  nur  ein  p,  an  der
zweiten  steht  tuv  p’  ! rf{  eijaveXoucra  verschrieben  aus  tipp’,  an  der
dritten  endlich  ist  nach  Merkel’s  Angabe  das  zweite  p  von
zweiter  Hand  hinzugefügt.  G  stimmt  an  allen  Stellen  mit  L,
nur  ist  an  der  letzten  Tepp’  von  einer  Hand  geschrieben.  Die
Schreibweise  mit  Doppel-p  stimmt  vollständig  mit  der  sonstigen
bei  Apollonios.  Zu  vergleichen  ist  mit  den  genannten  Stellen
bei  Homer  11  228  t6  pa  tot’  rä  -/YjAoTo  Aaßiov  rädövjpe  öestw  -pÖTov,
wo  Aristarch,  wie  uns  das  Scholion  des  Didymos  zu  dieser
Stelle  bezeugt,  nur  ein  p  schrieb:  oütco?  AptoTapyo?  to  pa  oiä  tou
evbc  p.  Ausdrücklich  wird  der  Schreibung  unseres  Dichters  die
aristarchische  gegenübergestellt  in  zwei  Scholien  zu  den  Argonautika:
  zu  A  769  epp'  ’ATakdvn.  .  .  ol  os  Aptarapyeto:  oi’  räspou  p
eyouat  tou;  TOtauTa;  Ypaodt;,  w;  HpaxAswv  «pvjaiv  sv  tr)  vr\c.  ’Daaoo;
,to  pa  tot’  £7.  yvjXoto  Aaßibv;  ferner  zu  F  37  oppa  t£  oi  Bia  oüo  pp  ■
ai  oe  Apiarapysioi  [oi’  eTspco  p]  ypa^ouoiv,  1  (b;  y.ai  zapä  tw  ■xo<;r l vr\  ,to
pa  tot’  £-/.  yvjXoto  Xaßwv 1  epr)otv  'Hpay.Aswv.  Wie  Antimachos,  der
diese  Längung  auch  verwendete  —  Fr.  inc.  66  Kinkel:  to  pa
oi  a''/j.\e/kq  -/.p£p.aTO  Trspt  ttäacakov  aiet  —  schrieb,  ist  ungewiss.
Wie  durchgehends  oppa,  so  hat  der  Cod.  L  auch  in  zwei
anderen  Fällen,  wo  Längung  eines  kurzen  Vocals  vor  folgendem ­
  p  bei  zwei  getrennten  Wörtern  stattfindet,  die  Doppelliquida: ­
  F  1020  steht  corrupt  reptppBeotaiv,  während  G  xepippoBräcwtv
zeigt,  was  von  Schäfer  richtig  in  Ttspt  poBsvjoiv  emendirt  ward;
ähnlich  lesen  wir  räippvpeooiv  A  1497;  beide  Schreibweisen  gehen
auf  die  Gepflogenheit  des  Aristophanes  zurück,  von  dessen
Regeln  mehrfach  Spuren  in  L  wahrzunehmen  sind.  Apollonios
schrieb  gewiss  hier  nur  den  einfachen  Consonanten,  man  vgl.
nur  z.  B.  A  251  oppa  Osä  vjpwe;  rät  prjYpuaiv  eoeip.av,  wo  zwar  oppa,
aber  rät  prp(\v.av/  mit  einem  p  neben  einander  steht.

1  So  ist  statt  des  hdschr.  ai  oe  'Apurrapyeioi  ypdioouotv  zu  schreiben  im
Hinblick  auf  das  ersteitirte  Scholion;  Keil  ändert  unnötigerweise  auch
ai  in  oi,  es  können  hier  ganz  gut  ixSdoeis  gemeint  sein.
            
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