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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rhodios.

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1299  (4.  Thesis)  und  11  940  (2.  Thesis).  Beide  Fälle  sind  der
homerischen  Sprache  entnommen  vgl.  für  die  II.  Arsis  Homer
B  452  A  12,  für  die  2.  Thesis  Homer  p.  325.  An  sämmtlichen
Stellen  des  Apollonios  hat  L  die  doppelte  Liquida,  G  dagegen
überall  mit  Ausnahme  von  A  1299  die  einfache.  Ob  dies
letztere  etwa  die  Schreibweise  des  Aristarchos  war  und  als
solche  in  den  Cod.  G  eindrang,  lässt  sich  nicht  entscheiden,
für  unseren  Dichter  kann  es  aber  keinem  Zweifel  unterworfen
sein,  dass  er  auch  hier  so  schrieb,  wie  es  L  bietet.  An
dies  «XXi]y.Tov  schliesst  sich  eng  an  die  Form  'i'/Xrfca'i  B  84,
deren  gelängte  Silbe  in  der  2.  Thesis  steht.  Homer  kennt  diese
Bildung  nicht,  Apollonios  gestattete  sich  sie  im  Hinblicke
auf  aXXvjy.Tov  p.  325  und  seine  eigene  Gebrauchsweise  dieses
Wortes  A  1148  B  940.  Auch  hier  ist  der  Doppelconsonant
überliefert.
Zwar  nicht  nach  einem  homerischen,  doch  aber  nach
einem  altepischen  Muster  liess  unser  Dichter  die  Doppelung
der  Liquida  X  endlich  noch  zu  in  eiriXAeißcov  A  1133  (IV.  Arsis)
und  extXXsißov-ac  A  1721  (IV.  Arsis).  An  der  ersten  Stelle  hat
zwar  L  nur  ein  X,  allein  die  zweite  Stelle  sowohl  wie  die
oben  angeführten  Fälle  sprechen  laut  dafür,  auch  hier  consequent
  den  Doppellaut  zu  setzen.  Die  Leseart  von  G,  der
A  1721  emXelßovT«?  hat,  während  die  erste  Stelle  eine  corrupte
Schreibung  bietet,  kann  nicht  in  Betracht  kommen.  Das  altepische ­
  Vorbild  für  die  Längung  in  diesem  Worte  ist  das
hesiodische  awiXstiia«;  Th.  793,  wo  die  Ueberlieferung  nur  den
einfachen  Consonanten  aufweist.
P~
Nach  homerischem  Vorbilde  lesen  wir  ousdp.p.cpoc  A  253.
286  F  809  oucrap.p.opov  B  218  A^83  Suadp.p.opo’.  A  685;  das  Doppel-p.
dieses  Wortes,  das  nur  ein  durch  3ug  gesteigertes  ap.p.opo?  (unglücklich, ­
  so  Hom.  Z  408  0  773)  gleichbedeutend  mit  o6cp.opo;
ist,  erhielt  sich  unter  dem  Einflüsse  der  Arsis  als  Repräsentant
des  wahrscheinlichen  ursprünglichen  Anlautes  der  Wurzel  cp.ap.
Ohne  homerisches  Vorbild  lesen  wir  von  demselben  Stamme
das  Adverb  ciap.p.oipY)oa  1'  1029  (gelängte  Silbe  in  der  IV.  Arsis),
wozu  Apollonios  aber  offenbar  ep.p.opev  als  Muster  nahm.
Zu  nennen  ist  ausserdem  £up.p.eX!rj<;  A  96  (IV.  Arsis)
1043  (II.  Arsis)  wie  bei  Homer.

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