Grammatische Studien zu Apollonios Rhodios.
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1299 (4. Thesis) und 11 940 (2. Thesis). Beide Fälle sind der
homerischen Sprache entnommen vgl. für die II. Arsis Homer
B 452 A 12, für die 2. Thesis Homer p. 325. An sämmtlichen
Stellen des Apollonios hat L die doppelte Liquida, G dagegen
überall mit Ausnahme von A 1299 die einfache. Ob dies
letztere etwa die Schreibweise des Aristarchos war und als
solche in den Cod. G eindrang, lässt sich nicht entscheiden,
für unseren Dichter kann es aber keinem Zweifel unterworfen
sein, dass er auch hier so schrieb, wie es L bietet. An
dies «XXi]y.Tov schliesst sich eng an die Form 'i'/Xrfca'i B 84,
deren gelängte Silbe in der 2. Thesis steht. Homer kennt diese
Bildung nicht, Apollonios gestattete sich sie im Hinblicke
auf aXXvjy.Tov p. 325 und seine eigene Gebrauchsweise dieses
Wortes A 1148 B 940. Auch hier ist der Doppelconsonant
überliefert.
Zwar nicht nach einem homerischen, doch aber nach
einem altepischen Muster liess unser Dichter die Doppelung
der Liquida X endlich noch zu in eiriXAeißcov A 1133 (IV. Arsis)
und extXXsißov-ac A 1721 (IV. Arsis). An der ersten Stelle hat
zwar L nur ein X, allein die zweite Stelle sowohl wie die
oben angeführten Fälle sprechen laut dafür, auch hier consequent
den Doppellaut zu setzen. Die Leseart von G, der
A 1721 emXelßovT«? hat, während die erste Stelle eine corrupte
Schreibung bietet, kann nicht in Betracht kommen. Das altepische
Vorbild für die Längung in diesem Worte ist das
hesiodische awiXstiia«; Th. 793, wo die Ueberlieferung nur den
einfachen Consonanten aufweist.
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Nach homerischem Vorbilde lesen wir ousdp.p.cpoc A 253.
286 F 809 oucrap.p.opov B 218 A^83 Suadp.p.opo’. A 685; das Doppel-p.
dieses Wortes, das nur ein durch 3ug gesteigertes ap.p.opo? (unglücklich,
so Hom. Z 408 0 773) gleichbedeutend mit o6cp.opo;
ist, erhielt sich unter dem Einflüsse der Arsis als Repräsentant
des wahrscheinlichen ursprünglichen Anlautes der Wurzel cp.ap.
Ohne homerisches Vorbild lesen wir von demselben Stamme
das Adverb ciap.p.oipY)oa 1' 1029 (gelängte Silbe in der IV. Arsis),
wozu Apollonios aber offenbar ep.p.opev als Muster nahm.
Zu nennen ist ausserdem £up.p.eX!rj<; A 96 (IV. Arsis)
1043 (II. Arsis) wie bei Homer.
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