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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rhodios.

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b)  Nach  falscher  Analogie  gebildete  Formen  liegen  folgende ­
  vor:
äirosxXuffev  A  366  (G  hat  das  metrisch  unmögliche  dxszAuasv);
wahrscheinlich  Hess  sich  Apollonios  durch  homerische  Formen
wie  axoepss  Z  348  oder  cnrosixs  T  406  bestimmen,  auch  jenes  zu
wagen,  allein  da  er  nicht  wusste,  dass  in  den  genannten  Verben
dereinst  consonantischer  Verbalanlaut  Platz  hatte,  so  entging
ihm  die  Einsicht,  eine  Missbildung  geschaffen  zu  haben.
8ias'.p.evo<;  B  372  y.axasipivo?  A  939  KaxaEipivai  F  830  (von  otresp.
  y.aOtsp.ai).  Dem  Schob  zu  A  939  war  es  nicht  recht  klar,  woher
er  xax«st|*evoq  ableiten  sollte,  er  erklärt  es  durch  *axapps6p,svoi;
q  xaxaxvsöp,£Vo;  v)  y.£x«Xup.p.evo<;  ipuxoT?.  Abermals  ist  eine  falsche
Analogie  zu  constatiren  und  zwar  nach  dem  von  Apollonios
selber  gebrauchten  ExiEipivo?  (von  s:psvvup.t)  und  dem  homerischen
y.axasipivov  x  431  (von  xaösvvupu).
sxisxpsxcv  F  628,  daneben  aber  sxExpexov  A  642  EXfixpE^ev
A  1700  (der  Schreiber  von  G  nahm  wiederum  Anstoss  an  der
Form  und  schrieb  das  metrisch  unmögliche  sxsxpsxov  wie  oben
axsxXucsv).  Unser  Dichter  ward  vielleicht  durch  das  homerische
exi^vSowe  v  16  u.  s.  zu  dieser  Falschbildung  geführt.
üxceaxYjv  F  501  (Versschluss);  daneben  lesen  wir  aber  die
regelrechten  Bildungen  ixesxr)?  A  412  F  983  A  89  üxecxy;  B  92
F  905.  1232  A  341  üxsaxav  A  1389.  1
Wir  sehen,  dass  Apollonios  durch  sein  Bestreben,  alte
Muster  nachzuahmen,  mitunter,  ohne  natürlich  selbst  eine  Ahnung
davon  zu  haben,  sich  einen  ziemlichen  Missgriff  zu  Schulden
kommen  Hess.  Das  aber  muss  man  doch  wieder  zugestehen,
dass  er  seine  Neuerungen  so  weit  als  möglich  nach  alten  Mustern
zu  schaffen  bestrebt  war,  wobei  ihn  natürlich  nur  die  ganz
äusserliche  Analogie  leiten  konnte,  ein  Unternehmen,  das  bei
der  damaligen  geringen  Kenntniss  des  Sprachbaues  nur  schwer
gelingen  konnte.
Die  Adjectiva  auf  wisc  bleiben  wie-bei  Homer  alle  uncontrahirt
  bis  auf
1  Aehnlichen  Falachbildungen  begegnen  wir  auch  sonst  in  der  epischen
Sprache,  so  bei  Nikandros  äxorjpuyE  Alex.  257  üxoEzXaaE  Ther.  728  uro-^xpEoav
  Ther.  86,  beliebt  sind  sie  bei  Tzetzes,  z.  B.  axosWoxo  Posthorn.
136.  307  £jto]XuOe  Posthorn.  15  xaxa^cxavs  Hom.  193  Posthorn.  125  uxo-^xpEOE
  Hom.  84.
            
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