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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Grammatische  Stadien  zu  Apollonios  Rhodios.

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Ostuxnv  B  280  an  erster  Versstelle,  nach  dem  homerischen
Qsi'y]  Z  507  Gelstv  K  437  u.  s.  w.  Alle  übrigen  Formen  des  Präsensstammes ­
  (23  an  der  Zahl)  sind  von  Gew  gebildet.
xveIouuiv  B  499  (Homer  z.  B.  xvei'si  P  447)  avaxvei'wv  A  472
dvaxvelouja  B  737  dp.xvei'ov:es  F  1292  apwcvsisaxov  P  231  (aber
avexveov  B  607)  exixvElouaiv  P  937  exixveIwv  A  1359  exixvei'ovros
B  961  exixveiovte  F  1327.
ßaOuppeiovxot;  B  795  ßaGuppslovra  B  659  (L.  Dindorf  in  Steph.
Thes.  ßaGu  pstovra)  nach  dem  hesiodischen  xo-ap.w  pslovit  sotstw;
Fr.  237;  bei  Homer  kommt  ein  ps!w  nicht  vor.
ot.  Zu  bemerken  ist  nur,  dass  unser  Dichter  von  der
epischen  Form  xvon^  (r  343  und  an  sonstigen  22  Stellen),  deren
Diphthong  organisch  durch  Ansetzung  des  Suffixes  i«  an  den
Stamm  entstand,  häufigen  Gebrauch  macht;  ebenso  verwendet
er  die  mit  demselben  Suffix  gebildeten  epischen  Formen  xob)?
A  576.  1143  T  898  irebjv  T  1424  und  r  122.  855  A  656,
dann  das  Adjectiv  xot^evra  A  115.
ui.  Zu  verzeichnen  ist  hier  fOuiev  F  755,  welches  L  bewahrt ­
  hat.  Der  Diphthong  ui  erhielt  sich  gemeingriechisch  in
Omas  (A  636  Ouiätnv),  während  das  i  im  Verbum  durch  die
Mittelstufe  des  Spiranten  j  hindurchgehend,  gewöhnlich  ganz
ausgefallen  ist.  Cod.  G  hat  eöusv.  Das  Scholion  bestätigt  die
Ueberlieferung  von  L:  upp.a  eziveito  •  evGsv  Ouiaos?  a\  Ba/./ai,
vgl.  die  Glosse  des  Ilesychios:  e'Oiuev  •  evEp.a(vEro  ’i-pv/v).  In
unserer  Ueberlieferung  der  Ilias  und  Odyssee  lesen  wir  das
Verbum  jedoch  nur  mit  u,  z.  B.  A  342  Güei  im  Verssclduss.  Aber
an  einer  Stelle  der  Ilom.  Hymnen,  H.  auf  Herrn.  560,  ist  uns
Gufiüciv  gut  überliefert,  so  dass  wir,  wenn  Apollonios  nicht  auch
in  Ilias  und  Odyssee  den  Diphthongen  las,  diese  Stelle  als  sein
Muster  ansehen  können.  —  An  einer  zweiten  Stelle  F  865  bieten
übereinstimmend  LG  03sv;  gewiss  that  Merkel  Recht  daran,  auch
hier  im  Einklänge  mit  jenem  s'Outev  den  Diphthongen  zu  restituiren.
eu.  Bemerkenswerth  ist  dieser  Diphthong  in  eö«8s  A  697
B  501  F  1083  GuvEÜaSe  F  30.  In  der  homerischen  Sprache  hatte
sich  durch  Vocalisirung  des  F  im  ursprünglichen  e'FaSs  (W.  aFao)
der  Diphthong  eu  entwickelt  (vgl.  z.  B.  x  28);  unser  Dichter
machte  von  dieser  alterthümlichen  Form  Gebrauch,  indem  er
wahrscheinlich  dem  Beispiel  des  Kallimachos  folgte,  Hymn.  Art.
183.  187  Fr.  191.
            
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