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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rhodios.

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in  der  Arsis;  da  bei  den  attischen  Dichtern  die  Länge  ganz  und
gar  der  Kürze  weichen  musste,  so  konnten  sieh  die  Alexandriner ­
  diesem  Einflüsse  nicht  ganz  entziehen  und  hielten  sich
daher  nicht  an  den  homerischen,  sondern  an  den  dem  späteren
Gebrauche  näher  stehenden  Vorgang,  wornach  i  in  der  Thesis
kurz  ist.  Diese  Praxis  übt  Kallimachos,  bei  dem  in  der  Arsis
das  i  lang  ist:  hr t  Hymn.  Del.  38  Lov  Hymn.  Zeus  85  Ep.  4
Fr.  110  La  Ep.  59  Lafr;  Hymn.  Zeus  63,  vgl.  Fragm.  328,
Etym.  Mag.  477,  12  s.  v.  Lc;;  in  der  Thesis  ist  es  bei  ihm
aber  kurz:  Lov  Hymn.  Artem.  211.  253  La  Hymn.  Artem.  53
(Fr.  525?)  LaptOp.oi  Hymn.  Del.  175.  Ebenso  verfährt  unser
Dichter:  a)  Länge  des  i  in  der  Arsis:  Los  A  774  A  1449  Lov
A  972  r  345.  734  A  384  Lr ( v  T  207  La  B  1255  A  1246  L6-0eo;
  A  1513  Loup.ati  1  1108  Lof«p££eti;  A  482  Loipapti(oi  B  1206.
b)  Kürze  des  i  in  der  Thesis:  a7E0T|j.v;y!  oy.o-r?)  Lev  ■  ot  S’saiSovrss
(L  G  Lov  mit  falschem  Accent)  B  582,  ferner  äXXa  ösotaiv  LaäOavaioioiv
  Y  1045.
svSto;.  Die  etymologisch  begründete  Länge  des  Vocals  i
(aus  *svStrto;)  ist  auch  in  der  Thesis  voll  erhalten  A  603  oaaov
s;  svStov  y.ev  süotoXo;  cX'/.a;  avüo'oat  vgl.  Hom.  A  726  evBioi  Iv.op.soQ’
  und  o  450  svSto;  o’  6  yspwv,  vgl.  Kallimachos  Fr.  134.  3
ioeo;  svofoio,  Tlieokr.  XVI  95  notgsva;  svotou;;  doch  kürzt  Apollonios ­
  auch  schon  den  Vocal  A  1322  svotov  vjgap  srjv,  worin  er
später  bei  den  Dichtern  der  Anthologie  Nachahmung  fand.
Durchgehends  verfährt  er  so  mit  dem  t  in  den  Compositis
süStoi  A  521  und  LcsüBto;  A  584  T  1202  u-suota  A  1731;  diese
Wörter  kommen  im  alten  Epos  nicht  vor,  so  dass  unser  Dichter
an  keinen  vorliegenden  Usus  gebunden  war.  Die  ursprüngliche
Länge  findet  sich  aber  doch  bei  Aratos,  und  zwar  bei  söoto;:  784
EÜSto;  y.’  sfr;  823  ot’  euBioo,  ■/.s/pvjp.svo;  916  5tot’  süctoc  xoTsovTat,  bei
LteuBio;:  1012  oüos  'iraXtppcOtoi  y.sv  utteüBioi  «popsotvTo,  obzwar  bei
diesem  Worte  das  i  auch  kurz  gebraucht  erscheint,  Lusuoto;
sfr;  827  uTrsiSto;  sfr;;  990  unsuBia  Xu/va  1035.
Durchwegs  lang  erscheint  i  in  etiÜüei;  B  1154  T  354
siiiöuouoa  A  1238  nach  homerischem  Vorgänge  siuQüouot  2  175
ETuöüoavTE;  t  297  eitiOösi  Hom.  Hymn.  475.  Der  Grund  dieser
Quantität  liegt  in  der  doppelconsonantischen  und  daher  positionbildenden ­
  Kraft  der  folgenden  Aspirata,  vgl.  Koscher  de  aspirat.
vulg.  apud  Graecos,  Curt.  Stud.  I  b  214.
            
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