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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Rzacli.  Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rhodios.

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Grammatische  Studien  zu  Apollonios  Rlioclios.
Von
Alois  Rzaeh.

JJ  as  Verhältniss  des  Apollonios  Rhodios  zu  den  grammatischen ­
  Studien  der  älteren  Alexandriner  hat  Merkel  in
seinen  gründlichen  Prolegomena  nach  verschiedenen  Seiten  hin
beleuchtet;  nicht  minder  lernen  wir  daraus  vielfach  die  Unterschiede ­
  zwischen  der  homerischen  Sprache  und  der  des  Apollonios ­
  kennen,  soweit  es  sich  namentlich  um  Wortbedeutung  und
Sprachschatz  handelt;  auch  fanden  die  letzterwähnten  Fragen
sowie  die  Darstellung  der  Diction  des  Dichters  in  einigen  guten
Arbeiten  ausführliche  Erörterung.  Dagegen  mangelte  es  bis  jetzt
an  einer  systematischen  Darstellung  der  Grammatik,  respective
Formenlehre  dieses  Hauptvertreters  des  gelehrten  alexandrinischen
  Epos,  obzwar  sie  hei  der  eigenthümlichen  Stellung,  die
der  Dichter  in  dieser  Hinsicht  einnimmt,  interessante  Beiträge
zur  Würdigung  desselben  liefern  und  auch  in  textkritischer
Beziehung  nicht  ohne  Belang  sein  muss.  Die  vorliegende  Arbeit
nun  will  eine  solche  Exposition  der  Formenlehre  des  Apollonios
sein.  Im  Grossen  und  Ganzen  erweist  sich  der  Dichter  einerseits ­
  als  genauer  und  bedächtiger  Nachahmer  der  alten  epischen
Sprache,  auch  in  Details  sucht  er  ihr  ehrwürdiges  Gepräge  zu
wahren,  indem  er  sogar  solche  alterthümliche  Formen  da  und
dort  in  seinen  Text  einflicht,  deren  Verständniss  ihm  bei  dem
damaligen  Stande  der  grammatischen  Kenntnisse  nothwendig
abgehen  musste.  In  dieser  seiner  Nachahmung  der  altepischen
Sprachformen  folgt  er  übrigens  nicht  nur  seiner  eigenen  Einsicht, ­
  in  manchen  Punkten  hielt  er  sich  vielmehr  an  ältere
alexandrinische  Grammatiker;  namentlich  ist  es  Zenodot,  dem
er  sich  mehrfach  anschloss,  leider  auch  da,  wo  dieser,  wie  z.  B.
            
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