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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Keltische  Arbeiterbezeichnungen  und  Arbeitzeichen.

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2.  Mach.
Mach  oder  Macc,  Macca,  im  Lateinischen  mit  dem  Genus
femin.  gebraucht,  entspricht  dem  irischen  Worte  mach  =  vasum.
Dieses  Wort  erscheint  sehr  häufig,  besonders  auf  Amphoren,
Vasen  und  Patellen;  sein  Verbreitungskreis  erstreckt  sich  über
Noricum,  Germanien,  Gallien,  Britannien  und  Hispanien.
In  Noricum  erscheint  Paternia  Mach  (MAX)  auf  einer
Vase  (C.  I.  1.  III,  2.  6010),  in  Germanien  Mach  (MAX)  S.
(Becker:  Römische  Inschriften  der  Stadt  Mainz  pag.  113,  8)  auf
dem  Bruchstück  eines  Gefässes,  in  Gallia  cisalp.  Galli  Mach
(MAX)  und  Galli  M.  auf  Vasen,  Licini  Mac  auf  Patellen  (C.  I.  1.
V,  2.  8115),  in  Britannien  Matern.  Mac  und  Smert.  0.  Mac
auf  Patellen  (C.  I.  1.  VII),  in  Hispanien  Mach(i)  auf  einer  Vase
und  Mac  auf  Patellen  (C.  I.  1.  II).  Ligirt  findet  sich  dieses  Wort
ißXN0' etro 8 T -)  auf  einer  gallischen  Amphore  (C.  1.1.  V,  2.  8111).
Wird  Mach  in  Verbindung  mit  dem  lateinischen  Worte
officina  gebraucht,  so  bezeichnet  diese  Verbindung  im  Allgemeinen ­
  eine  Thonfabrik,  wie  aus  folgenden  Beispielen  hervorgeht:
Of.  Maccar(um),  Of.  Mac.  und  Of.  Ma.  in  Germanien
(auf  Vasen  und  Patellen);
Of.  Maccia.,  Of.  Macca.  und  Of.  Mac.  in  Britannien  (auf
Patellen);
Of.  Maccari.,  Of.  Mac.  und  Of.  Ma.  in  Hispanien  (auf  Vasen).
Hiernach  werden  die  auf  Hausgeräten  aus  Thon  vorkommenden ­
  Siglen  MA  oder  M,  welche  die  Epigraphiker  gewöhnlich ­
  mit  manu  erklären,  wol  in  den  meisten  Fällen  auf  das
Wort  Mach  zurückzuführen  sein,  wie  z.  B.  in  den  Inschriften  :
Aeliani  Ma.,  Ricci  Ma.  (auf  Vasen)  in  Noricum,  Sacreti  Ma.  (auf
Patellen)  in  Britannien  schon  mit  Rücksicht  auf  die  Bedeutung
dieser  keltischen  Personennamen,  wobei  angenommen  wird,  dass
der  in  der  Genitivform  vorausgehende  Personenname  nicht  den
Fabrikanten  oder  Töpfer,  sondern  den  Eigenthümer  bezeichnet. 1
III.  Arbeitzeichen.
Als  Arbeitzeichen  kommen  die  keltischen  Wörter  aged,
ieuru  und  iurad  vor  (Z.  Gr.  celt.  pag.  35).  Das  altgallische

1  Von  dem  Worte  mach  lässt  sich  der  Name  Macur  ableiten;  Macuri
(Maguri)  erscheint  als  Töpfername  in  Noricum  (C.  I.  1.  III,  2.  6010/128),
            
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