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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Herodot’a  Biographie.

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Theil  nahm,  damals  nach  des  Eusebius  Notiz  eben  von  den
Athenern  mit  einem  reichen  Geldgeschenke  geehrt.  Dies  mag
wohl  den  Alexandrinern  bekannt  gewesen  sein  (die  schlechter
Unterrichteten  derselben,  die  Suidas  benützt  hat,  wussten  davon
nichts,  wie  oben  gezeigt  wurde)  und  eben  daraus  die  Chronologie ­
  des  Lebens  unseres  Autors  berechnet  worden  sein.  Plinius  1
endlich  folgt  derselben  Ansicht,  wenn  er  Herodot  im  310.  Jahre
der  Stadt  den  Anfang  seiner  Geschichte  in  Thurioi  schreiben  lässt.
Aber  auch  Panyasis  und  Herodot  sind  um  ihres  gegenseitigen ­
  Verhältnisses  willen  in  den  chronologischen  Tabellen  der
Alexandriner  in  die  richtige  Entfernung  gebracht;  01.  72.  4  sagt
Eusebius:  IIav6atu<;  ~0'.r]v}]c  eyvwpiilsTo.  Herodot’s  Bekanntwerden
fällt  nach  demselben  Gewährsmann,  wie  wir  sahen,  01.  78.  1,
wir  haben  also  eine  Altersdifferenz  von  genau  der  Hälfte  jener
in  den  Tabellen  viel  verwendeten  Zahl  vierzig.  So  entsprachen
sich  die  Chronologie  und  das  Verwandtschaftsverhältniss  von
Panyasis  und  Herodot  vollständig;  wenn  aber  Eratosthenes
und  Apollodor,  auf  die  auch  diese  chronologische  Angabe
zurückgehen  wird,  zu  derartig  schematischer  Berechnung  ihre
Zuflucht  nehmen  mussten,  was  sollten  dann  den  Verfassern  der
ausführlichen  Herodotvita  für  bessere  Quellen  für  ihr  Machwerk ­
  zu  Gebote  gestanden  haben?
Immer  und  immer  wieder  waren  wir  in  den  bisherigen
Betrachtungen  der  gelehrten  und  ungelehrten  Arbeit  der  Alexandriner ­
  auf  die  Spur  gekommen;  diese  Beschäftigung  mit
Herodot  ihrerseits  ist  aber  auch  ausdrücklich  bezeugt.  Ich
hatte  oben  gesagt,  dass  man  in  Alexandreia  Herodot  in  neun
Bücher  gewaltsam  genug  getheilt  hatte;  dass  man  ebenda  mit
dieser  Eintheilung  operirte,  bezeugt  Porphyrios. 2  Das  erste
scheint  den  Titel  geführt  zu  haben,  unter  welchem  es  noch
Pausanias :i  kennt  X6fo<;oelc  KpoTcov,  das  zweite  hiess  AiyuwncaY)

1  Plin.  hist.  nat.  XII.  4.  18  ed.  Sillig'  p.  334.
2  Porphyrios  quaest.  Homer,  in  der  Sammlung 1  Homeri  interpretes  Argentor.
1539  p.  18  und  19:  sv  t?)'  TcproTTj  f llpoooTo<;  twv  laropttSv  TZEpi  Kpotaou  vou
Auoou  7toXXa  te  aXXa  otsiXs/Tai  .  .  .  im  ziXsi  zrjg  Aiyu^rtaxi]!;  ßißXou,  jjxig
egtI  oeuTSpa  rfj  rat-Ei.  Dies  citirt,  Porphyrios  nach  Alexander  von  Kotyaion
und  ersteres  nach  Philemon.  Vergl.  über  diese  das  unten  Gesagte.
3  Pausanias  citirt  nie  nach  den  neun  Büchern,  wohl  aber  Paus.  III.  2.  3
ed.  Schubart  p.  195  ,Xoyo$  6  sh;  Kpotaov‘.
            
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