Herodot’a Biographie.
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Theil nahm, damals nach des Eusebius Notiz eben von den
Athenern mit einem reichen Geldgeschenke geehrt. Dies mag
wohl den Alexandrinern bekannt gewesen sein (die schlechter
Unterrichteten derselben, die Suidas benützt hat, wussten davon
nichts, wie oben gezeigt wurde) und eben daraus die Chronologie
des Lebens unseres Autors berechnet worden sein. Plinius 1
endlich folgt derselben Ansicht, wenn er Herodot im 310. Jahre
der Stadt den Anfang seiner Geschichte in Thurioi schreiben lässt.
Aber auch Panyasis und Herodot sind um ihres gegenseitigen
Verhältnisses willen in den chronologischen Tabellen der
Alexandriner in die richtige Entfernung gebracht; 01. 72. 4 sagt
Eusebius: IIav6atu<; ~0'.r]v}]c eyvwpiilsTo. Herodot’s Bekanntwerden
fällt nach demselben Gewährsmann, wie wir sahen, 01. 78. 1,
wir haben also eine Altersdifferenz von genau der Hälfte jener
in den Tabellen viel verwendeten Zahl vierzig. So entsprachen
sich die Chronologie und das Verwandtschaftsverhältniss von
Panyasis und Herodot vollständig; wenn aber Eratosthenes
und Apollodor, auf die auch diese chronologische Angabe
zurückgehen wird, zu derartig schematischer Berechnung ihre
Zuflucht nehmen mussten, was sollten dann den Verfassern der
ausführlichen Herodotvita für bessere Quellen für ihr Machwerk
zu Gebote gestanden haben?
Immer und immer wieder waren wir in den bisherigen
Betrachtungen der gelehrten und ungelehrten Arbeit der Alexandriner
auf die Spur gekommen; diese Beschäftigung mit
Herodot ihrerseits ist aber auch ausdrücklich bezeugt. Ich
hatte oben gesagt, dass man in Alexandreia Herodot in neun
Bücher gewaltsam genug getheilt hatte; dass man ebenda mit
dieser Eintheilung operirte, bezeugt Porphyrios. 2 Das erste
scheint den Titel geführt zu haben, unter welchem es noch
Pausanias :i kennt X6fo<;oelc KpoTcov, das zweite hiess AiyuwncaY)
1 Plin. hist. nat. XII. 4. 18 ed. Sillig' p. 334.
2 Porphyrios quaest. Homer, in der Sammlung 1 Homeri interpretes Argentor.
1539 p. 18 und 19: sv t?)' TcproTTj f llpoooTo<; twv laropttSv TZEpi Kpotaou vou
Auoou 7toXXa te aXXa otsiXs/Tai . . . im ziXsi zrjg Aiyu^rtaxi]!; ßißXou, jjxig
egtI oeuTSpa rfj rat-Ei. Dies citirt, Porphyrios nach Alexander von Kotyaion
und ersteres nach Philemon. Vergl. über diese das unten Gesagte.
3 Pausanias citirt nie nach den neun Büchern, wohl aber Paus. III. 2. 3
ed. Schubart p. 195 ,Xoyo$ 6 sh; Kpotaov‘.