Herodot’s Biographie.
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ap'/airjc laxopirjc stpiitaviv, den musste er doch irgendwo gelernt
haben; er fand also auf Samos eine zweite Heimat; eine Notiz
aber, die ihn von da aus nach Halikarnass zurückkehren lässt,
verdient auch um dieses Grundes willen keinen Glauben.
Dass jnan noch weiter ging und auf Samos sein ganzes Werk
entstanden sein liess, 1 braucht uns nicht zu wundern. Wir
sind so glücklich zu wissen, dass Halikarnass in seinen
officiellen Actenstücken den ionischen Dialect anwendete (die
oben besprochene Urkunde) und können daher immerhin, gern
auf diese Auskunft verzichtend, zugeben, dass Herodot bei seinen
Reisen sich auch auf Samos aufhielt, von dessen Monumenten
er ja berichtet (III. GO) und dessen Geschichte er eine bemerkenswerthe
Aufmerksamkeit schenkt. 2 Wir dürfen also
füglich die Angaben des Suidasartikels mit der Grabschrift auf
eine Linie der Unzuverlässigkeit stellen, da sie sich uns als
Producte derselben Officin gezeigt haben.
Ebendahin führt uns noch die Betrachtung eines auderen
Theiles der Ueberlieferung über Herodot. Hier haben wir es
allerdings mit den Studien höchst achtungswerther Gelehrter
zu thun, die aber auch nur wieder zeigen mit welch’ unzureichendem
Material sie arbeiten mussten, so dass sie zu
schematischen Ansetzungen ihre Zuflucht nahmen. Es war für
die geschichtskundige Zeit ein Bediirfniss um den bekannten
Verlauf der historischen Ereignisse in festgestellter chronologischer
Ordnung alles sonst Wissenswerthe möglichst übersichtlich
gruppirt zu sehen. Dies zu thun war das Bestreben
des Chronologen Eratosthenes und Apollodors, der des ersteren
1 Said. lex. s. v. '1 Ipoootoc , der ihn auf Samos ionisch lernen und seine
Geschichte schreiben lässt. Vergl. unten.
2 Ich glaube deshalb die ganze Geschichte von Herodot’s längerem Exil
auf Samos nicht; er war auf Samos, wie er in Aegypten war oder in
Libyen oder in Asien als Reisender, er spricht mindestens ganz eben so
über die samischen Bauwerke, wie er von den ägyptischen sich vernehmen
lässt. III. 00 ep.75r.uva oe nspt SapitiW paXXov, ott atpt rp(a ectti
pfytata ijtävttov r KX).7jvtuv üjspyaapsva .... II. 35 spyopat Sk mp! AtyüuTou
p7]xuvka>v tov Xoyov, <m izklco Otopaata syst aXXy uatra Vfopy .... Die
Vorliebe fiir Samos, die man als Dankbarkeit des Autors gegen seine
Gastfreuude aufzufassen geneigt ist, erklärt sich aus der Benützung
samischer Quellen genügend.Vergl. d. Verf. Schrift S. 86 f.)