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Gebauer.
und sedm dm ziv byl kresfan (pl. Gen.) u viere potwrzugie
confirmans ib. = potvrzu/e, asl. potvrxzduje, pro nezto zahanbenie
297 = nezto, 1 asl. ne und na nyezto (sc. poklady) se
ptas 429 = ?iezto (d. i. ?tezto), asl. ne.
Dagegen dürfte die Einwendung vorgebracht werden, dass
es unmöglich ist, Silben wie ne und ne, je und je u. dgl. in
der Aussprache zu unterscheiden, ja dass die Silben ne (d. i.
ne) und je unaussprechbar seien und daher der altböhmischen
Aussprache nicht imputirt werden können. Dazu sei zunächst
allgemein bemerkt, dass es nicht angeht, die physiologische
Möglichkeit altböhmischer Silben nach der Routine des neuböhmischen
Sprachorgans zu beurtheilen; es ändert sich mit
der Zeit alles, auch die Aussprache und die Sprechkunst, und
erscheint etwas in der heutigen Aussprache unmöglich, so folgt
daraus noch nicht, dass es seit jeher und überhaupt unmöglich
war. Ferner gehen wir zu den einzelnen Silben über, um
deren Unterscheidung es sich handelt, und nehmen wir dabei
an, dass das handschriftliche ie und ye im Ganzen so lauten
soll, wie die geschriebenen Buchstaben zeigen, also ie (diph ;
fhongisch) in langen und e in kurzen Silben. Die Möglichkeit
1 Das geschriebene nezto ist nezto auszusprechen und ebenso das geschriebene
z neho 396 = z neho, k nemu 275 = k nemu, v nein 280
= v nem, ohnem 300 — ohnem, snem (part. praet.) 323 = snem,
naplnen 275 = napliien u. s. w. Bisher glaubte man hier ein hartes ne
lesen zu müssen, aber die Regel des Passionais widerspricht dieser Ansicht;
es besteht hier zwischen ne und n$ derselbe Unterschied, wie
zwischen ce und ce, re und re u. s. w., und wenngleich das erstere blos
ne geschrieben wird, so war hier die Liquida im Altböhmischen eben so
weich, wie im entsprechenden altslavischen ne, nego, nemu, nemi,
ognemi, ogntmi, napltuem (Miklosich, Gramm. I. 166 ff.). Einen deutlichen
Beweis hiefür enthält auch das Dalimil-Eragment der Prager Universitätsbibliothek.
Dieses Denkmal zeigt bis auf wenige Ausnahmen in
Betreff der weichen e-Silben dieselbe Regelmässigkeit, wie das Passional
und zeichnet sich ausserdem noch dadurch aus, dass es die weichen
Consonanten n, d\ t durch die Buchstabenverbindungen nh, dh, th bezeichnet,
z. B. n/iiczs = ?ucs, wzci/iiel vztfel, dosZ/ii — dosfi. Dadurch
ist es im Stande, die Lautverbindungen ne, ne und ne (d. i. ne)
in der Schrift deutlich zu unterscheiden, z. B. przinezl, d. i. pfinesl,
skon/iem, d. i. s konern und kra/iiezem, d. i. knezem, und das nach dieser
Schreibweise geschriebene konAem beweist, dass das analoge ohnem des
Passionais nicht ohnem, sondern ohnem ausgesprochen wurde.