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Bischof f.
pflegers an den Landeshauptmann, worin Einsprache dagegen
erhoben wird, dass sich das Kloster Viktring ,ganz unbefuegter
weiss unterfanget panthädungen im hollenburger Landgericht
zu halten und jeden urbars holden, als ob dieselben alle dahin
gerichtmessig weren, darzue zu erfordern', und eine ähnliche
Eingabe vom 2. Juni 1753, betreffend die Anmassung eines
Banntaidingsrechtes seitens des Klosters Viktring gegen einen
hollenburger Unterthan zu Toppelsdorf.
In einem im Jahre 1704 geschriebenen Repertorium der
bei der Herrschaft Stall vorhanden gewesenen Schriften fand
ich verzeichnet ain landtdatingbiechl der h. Stall durch herrn
Balthasar von Kienburg im j. 1577 beschrieben, und im Urbar
von Peterneil und Wartenstein steht bezüglich auf Peternell:
es sein auch nit panthädingpuech vorhanden oder etwo
bei diser zeit gedenkhen panthäding gehalten worden, wogegen
das Vorhandengewesensein eines Wartensteiner Banntaidingsbuches
(Grimm, III, 710) aus einem Hinweis darauf bezüglich
des darin vermerkten Wartensteiner Burgfriedens ersichtlich ist.
— Diess meine ganze Ausbeute aus dem Archive des historischen
Vereines. Die da vorhandenen Abschriften der Villacher
und der Wolfsberger Stadtrechte sind für die Weisthümersammlung
kaum verwendbar, obwohl selbe in der allgemeinen
Bürgerversammlung vorzulesen waren.
Keinen Erfolg batten meine Anfragen bei der Landesvertretung,
beim Landesgerichte, bei der Rosenberg’sehen
Güterdirection und bei der Landesregierung. Ob eine
genauere Durchsicht der älteren Schriften beim Landesgerichte
nicht doch manche brauchbare Urkunde oder beachtenswerthe
Notizen ergeben würde, muss ich dahingestellt sein lassen.
Von Klagenfurt aus besuchte ich das Schloss Hollenburg,
nachdem mir Herr Dr. v. Vest die Erlaubniss freundlichst
ertheilt hatte, das dort befindliche Archiv zu durchsuchen.
Ich hatte dasselbe schon früher einmal, aber nicht in der
Absicht Banntaidinge zu finden, durchgesehen und damals
schon wahrgenommen, dass daselbst noch sehr viele Herrschaftsacten
aus älterer Zeit vorhanden seien. Diesen wandte
ich mich bei meinem dermaligen Besuche zunächst zu. Sie
finden sich theils in den vierundzwanzig Laden links vom Ein-