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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

Bericht  über  Weisthümer-Forschungen.

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tag.  Auch  hat  ein  richter  von  eins  ittlichen  herrn  leut,  die
im  gericht  sitzen,  umb  was  man  zu  in  zu  sprechen  hat,  zu
verhelfen.  Er  hat  auch  auf  eins  yden  herrn  grünt,  die  im
gericht  ligen,  umb  sein  veil  und  puss,  unersucht  des  gruntherrn,
  zu  greiffen.  An  einer  andern  Stelle  steht:  Vermerkt,
wo  ainer  ein  paum  im  forst  abhackt,  der  ist  dem  pfleger  zu
pen  verfallen  1  Schilling,  ye  xx  agier  für  1  Schilling  gerayt,
und  muss  den  stamm,  davon  er  das  holcz  gehackt  hat,  mit
einem  schmerleib  bedecken.  Derselbig  schmerleib  ist  auch  eins
pflegers,  und  stet  alles  auf  gnad.  Aus  einem  Schiedsspruch
auf  dem  Tag  zu  Salenberg  an  s.  Achaczntag  der  wenigem
zall  im  zwellifften  jare  (1512  ?J,  betreffend  Vogteistreitigkeiten
zwischen  dem  Pfarrer  zu  Hag  und  der  Witwe  des  Herrn  Jacob
v.  Hinderholz,  theile  ich  hier  folgende,  vermuthlich  auf  das
Salenberger  Banntaiding  bezügliche  Bestimmungen  mit:  Erstlich
ist  berett  wurden,  das  die  vogttleutt  zu  Hag  in  das  tading  gen
sullen  pey  der  pen  wie  von  allter  herkamen  ist.  ab  aber  ainer
der  aus  Verachtung  das  nicht  thain  walt,  so  sal  die  frau  seinen
grunttherrn  umb  das  wandeil  klagen,  tuet  er  ier  in  vierzechen
tagen  ain  genuegen,  soll  die  frau  an  nemen,  wo  nit,  mag  die
frau  als  vogt  selber  nach  im  greiffen  und  in  umb  das  wandel
straffen.  —  Es  soll  auch  die  frau  ainem  iedem  richter  zu  Hag
das  täding  verkünden  pey  ierm  aigen  potten,  das  er  die  täding
auf  den  tag  pesicz.  Das  soll  dan  der  richter  thain,  er  sey
weS'  herrn  er  well,  es  war  dan  zu  derselbigen  zeitt  ainer
richter,  der  dem  pharrer  ader  den  priestern  zu  gehortt,  demselbigen
  richter  sali  die  frau  nit  zu  schickhen,  er  sali  sich  an
dem  rueffen  genuegen  lassen,  wan  man  das  tading  ruefft,  soll
er  auff  merckhen  und  das  sitzen.  —  Darentgegen  hat  sich  die
frau  pebilligt,  das  ain  ieder  richter,  er  sey  wes  herrn  er  well,
mit  ainem  ambtman  zu  Salhenperg  die  petzetl  mit  ferting  soll
und  da  von  nemen,  wie  von  alter  herkamen.  Endlich  sei  noch
erwähnt  ein  Vermerk  über  das,  was  gehandelt  in  der  sydlung
des  ampts  Reichenfels  am  26.  Novembris  1557,  welcher  übrigens
nichts  Bemerkenswerthes  enthält.  Schliesslich  danke  ich  hier
öffentlich  der  gräflich  Henkel  v.  Donnersmark’schen  Güterdirection
  für  die  Bewilligung  der  Durchforschung  des  Archivs
und  die  Zusendung  der  ausgewählten  Stücke  zur  Abschrift.
Des  Dankes  aller  Geschichtsfreunde  aber  könnte  sie  versichert
            
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