Bericht über Weisthümer-Forschungen.
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tag. Auch hat ein richter von eins ittlichen herrn leut, die
im gericht sitzen, umb was man zu in zu sprechen hat, zu
verhelfen. Er hat auch auf eins yden herrn grünt, die im
gericht ligen, umb sein veil und puss, unersucht des gruntherrn,
zu greiffen. An einer andern Stelle steht: Vermerkt,
wo ainer ein paum im forst abhackt, der ist dem pfleger zu
pen verfallen 1 Schilling, ye xx agier für 1 Schilling gerayt,
und muss den stamm, davon er das holcz gehackt hat, mit
einem schmerleib bedecken. Derselbig schmerleib ist auch eins
pflegers, und stet alles auf gnad. Aus einem Schiedsspruch
auf dem Tag zu Salenberg an s. Achaczntag der wenigem
zall im zwellifften jare (1512 ?J, betreffend Vogteistreitigkeiten
zwischen dem Pfarrer zu Hag und der Witwe des Herrn Jacob
v. Hinderholz, theile ich hier folgende, vermuthlich auf das
Salenberger Banntaiding bezügliche Bestimmungen mit: Erstlich
ist berett wurden, das die vogttleutt zu Hag in das tading gen
sullen pey der pen wie von allter herkamen ist. ab aber ainer
der aus Verachtung das nicht thain walt, so sal die frau seinen
grunttherrn umb das wandeil klagen, tuet er ier in vierzechen
tagen ain genuegen, soll die frau an nemen, wo nit, mag die
frau als vogt selber nach im greiffen und in umb das wandel
straffen. — Es soll auch die frau ainem iedem richter zu Hag
das täding verkünden pey ierm aigen potten, das er die täding
auf den tag pesicz. Das soll dan der richter thain, er sey
weS' herrn er well, es war dan zu derselbigen zeitt ainer
richter, der dem pharrer ader den priestern zu gehortt, demselbigen
richter sali die frau nit zu schickhen, er sali sich an
dem rueffen genuegen lassen, wan man das tading ruefft, soll
er auff merckhen und das sitzen. — Darentgegen hat sich die
frau pebilligt, das ain ieder richter, er sey wes herrn er well,
mit ainem ambtman zu Salhenperg die petzetl mit ferting soll
und da von nemen, wie von alter herkamen. Endlich sei noch
erwähnt ein Vermerk über das, was gehandelt in der sydlung
des ampts Reichenfels am 26. Novembris 1557, welcher übrigens
nichts Bemerkenswerthes enthält. Schliesslich danke ich hier
öffentlich der gräflich Henkel v. Donnersmark’schen Güterdirection
für die Bewilligung der Durchforschung des Archivs
und die Zusendung der ausgewählten Stücke zur Abschrift.
Des Dankes aller Geschichtsfreunde aber könnte sie versichert